Hanföl: Diese Wirkung hat es in unserem Körper

Hanföl: Diese Wirkung hat es in unserem Körper

Hanföl ist ein Speiseöl, welches aus Nutzhanf gewonnen wird. Die Hanfpflanze war bereits vor sehr vielen Jahren als Heilkraut für seine Wirkung bekannt und geschätzt. Gesundheitsbewusste Menschen verwenden das Öl in der Küche oder auch als Zusatz in Kosmetikprodukten. Wichtig zu wissen ist, dass Hanföl kein THC enthält und daher auch keinerlei berauschende Wirkung hat.

Was ist Hanföl und welche Inhaltsstoffe hat es?

Die Nutzpflanze Cannabis sativa ist der Ursprung des Hanföls. Um das Öl aus Hanf herzustellen, werden die Samen der Pflanze gepresst. Hanfsamenöl und Hanföl sind demnach dasselbe mit ähnlichen Bezeichnungen. Kenner wissen die dunkelgrüne bis grün-gelbliche Farbe und den aromatisch nussigen Geschmack des Hanföls zu schätzen, sowie die gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffe des Hanföls.

Auch umweltbewusste Menschen bevorzugen Hanföl, weil es als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Hanffasern entsteht und dadurch nachhaltiger ist als etwa Kokos- oder Palmöl. Zudem wird das Hanföl hierzulande angebaut, wodurch wiederum Transportkosten entfallen und die regionale Kaufkraft gefördert wird.

Hanföl enthält wertvolle Inhaltsstoffe

Aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe leistet Hanföl einen positiven Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Hanföl beinhaltet hohe Mengen von den für uns essenziellen ungesättigten Fettsäuren wie Palmitinsäure und Stearinsäure. Aber auch der wichtigste Vertreter der einfach ungesättigten Fettsäuren, die Ölsäure, auch Oleinsäure genannt, ist in den Inhaltsstoffen des Hanföls vertreten.

Zudem bietet das Hanfsamenöl ein hervorragendes Verhältnis von 3 zu 1 der lebenswichtigen Omega-3- zu den Omega-6-Fettsäuren. Die enthaltene pflanzliche Omega-3-Fettsäure ist die Alpha-Linolensäure (ALA). Wichtige Vertreter von pflanzlichen Omega-6-Fettsäuren sind die Linolsäure und Gamma-Linolensäure.

Es heißt zwar, dass der Körper aus ALA selbst DHA und EPA (die tierischen Omega-3-Fettsäuren) herstellen kann. Doch die Umwandlungsrate scheint wesentlich geringer zu sein, wie neuere Studien zeigen. Du solltest dich daher nicht nur auf die pflanzlichen Quellen des Hanföls verlassen.

Das Speiseöl aus Hanf enthält weiterhin Vitamine wie Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin E. Außerdem enthält das Hanföl wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen, Natrium, Mangan und Zink.

Weitere, in geringeren Anteilen, enthaltenen Nährstoffe des Hanföls:

  • Phytosterine
  • Eiweiße
  • Chlorophylle (daher die grünliche Farbe)
  • Carotinoide

Beim Kauf des Produktes aus Hanf solltest du immer darauf achten, dass es sich um ein kaltgepresstes Öl in einer dunklen Flasche handelt. Bewahre das Hanföl an einem kühlen, dunklen Ort und verbrauche es innerhalb von circa 8 Monaten, nachdem du die Flasche geöffnet hast. Licht und Sauerstoff zerstören die wertvollen Fettsäuren des Hanföls auf Dauer. Schmeckt das Hanföl nicht mehr mild nussig, sondern bitter, ist es bereits verdorben.

CBD Öl

Wo liegt der Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl?

Viele Menschen werfen die Begriffe Hanfsamenöl und CBD Öl unwissentlich in einen Topf. Dabei handelt es sich um zwei völlig verschiedene Produkte, die sich in einigen Punkten unterscheiden:

  • Herstellung
  • Inhalt
  • Einsatz
  • Preis
  • Dosierung

Der Hauptunterschied liegt in der chemischen Zusammensetzung:

  • CBD Öl enthält einen hohen Anteil an Cannabidiol, welches verschiedene Erkrankungen lindern kann.
  • Gewöhnliches Hanföl hingegen weist kaum Cannabinoide auf.

Hanföl wird nur aus den Samen der Hanfpflanze hergestellt. CBD Öl dagegen wird meist nur aus Blüten und Blättern gewonnen.

Der Preis für CBD Öl liegt deutlich über dem Preis für Hanfsamenöl. Aber dafür ist auch die Dosierung entsprechend gering bei der Verwendung von CBD Öl, im Gegensatz zu Hanföl. Während Hanföl eher als Lebensmittel gilt, ist CBD Öl ein therapeutisches Mittel.

Vorteile und Wirkung von Hanföl

Hanföl soll, aufgrund der im richtigen Verhältnis enthaltenen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, zu einem gesteigerten Allgemeinbefinden beitragen. Außerdem wirkt es sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Damit geht ein geringeres Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck einher, die wiederum eng mit entzündlichen Erkrankungen in Verbindung stehen.

Das Hanföl trägt auch zu einer guten Hirnfunktion bei und sorgt für die Regeneration der Zellen.

Zu den ernährungsphysiologischen Vorteilen von Hanföl gesellen sich weitere Vorteile, wenn es um die Pflege der Haut geht. Das Hanföl befeuchtet und reinigt die Haut und bildet zudem eine Schutzschicht auf der Haut, die Irritationen vorbeugt und Akne lindern kann. Demnach findet Hanföl nicht nur bei Akne Anwendung, sondern auch bei Erkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Hanföl wird aufgrund des hohen Vitamin E-Gehalts und der enthaltenen Gamma-Linolensäure häufig in Pflegeprodukte für Haut und Haar eingesetzt.

Die konzentrierten essenziellen Fettsäuren in Omega-Ölen beeinflussen bei der Einnahme auch die Produktion von Eicosanoiden erheblich. Das sind Molekülgruppen, die eng mit der Regulierung der Entzündungsprozesse im Körper verbunden sind. Die regelmäßige Einnahme angemessener Mengen an Omega-Ölen kann demnach eine positive Wirkung auf arthritische Erkrankungen haben.

Die ältesten Aufzeichnungen über den Hanfanbau stammen aus dem Jahr 10.000 vor Christus. Chinesen entdeckten, dass Hanfsamen, -blätter, -blüten und -stängel zerkleinert werden können, um Öle und Salben herzustellen. Sie verwendeten Hanföl in Salben zur Linderung von Hautausschlägen und -reizungen, in Ölauszügen zur Behandlung von rheumatischen Schmerzen, Darmträgheit, Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und Malaria.

Hanfpflanze

Anwendungsgebiete von Hanfsamenöl

Die positive Wirkung von Hanfsamenöl kannst du auf zweierlei Arten erfahren:

  1. Innere Anwendung durch Einnahme: Du kannst das Speiseöl einfach in Salate, Dressings oder Smoothies einrühren. Beim Erhitzen gehen jedoch die positiven Vorteile verloren. Eine gute Dosis besteht aus täglich 2 bis 4 TL Hanföl.
  2. Äußerliche Anwendung: Du kannst das Öl direkt auf die Haut auftragen, oder für einen Wickel bzw. Umschlag verwenden. Auch als Zutat von Gesichtsmasken und Haarkuren eignet sich das vielfältige Hanföl zur Anwendung.

Im Folgenden noch ein paar weitere explizite Anwendungsmöglichkeiten:

Als tägliche Feuchtigkeitspflege

Die Fette oder Lipide in Hanföl sind denen in der Haut ähnlich. Das macht das Hanföl zu einem wirksamen Feuchtigkeitsspender und Schutzmittel für die Haut. Hanföl erhöht die Elastizität der Haut und bringt neues Leben in trockene, müde oder dehydrierte Haut.

Bei Hautirritationen und Ekzemen

Hanföl spendet der Haut Feuchtigkeit und führt ihr mehr Sauerstoff zu, was es zu einem guten Pflegemittel von Ekzemen und trockener, juckender Haut wie Neurodermitis und Schuppenflechte macht. Da es sich bei Hanföl um ein Naturprodukt ohne bekannte Nebenwirkungen handelt, ist es ideal zur Behandlung von Hautirritationen.

Bei Hautrötung und Reizung durch Akne

Mit der Zeit kann das Öl aus den Hanfsamen dazu beitragen, Akne zu beseitigen, indem es die Haut gesund und feucht hält. Es zieht schnell ein, verstopft die Poren nicht und hilft der Haut, die Ölproduktion auszugleichen.

Make-up-Entferner

Verteile das Öl über das ganze Gesicht und entferne dann mit einem feuchten sauberen Waschlappen das Make-up. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass das Gesicht schon bei der Reinigung mit dem Hanföl gepflegt wird.

Achte auf eine ausgewogene Omega 3 Zufuhr

Wir wissen heutzutage, dass der Mensch für einen gesunden Körper alle Omega Fettsäuren benötigt. Allerdings wissen wir aber auch, dass ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren zu Entzündungen und somit zu Erkrankungen führen kann. Andere Pflanzenöle wie Distelöl oder Sonnenblumenöl enthalten ebenfalls Omega Fettsäuren, allerdings bestehen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren fast nur aus Omega-6-Fettsäuren.

Somit lässt sich kaltgepresstes Hanföl mit seinen gesundheitlichen Vorteilen ideal in den Alltag integrieren. Das Öl aus Hanfsamen ist außerdem geschmacklich eine Bereicherung für viele Gerichte und sollte wegen der gesundheitlichen Vorteile in keiner Küche fehlen. Auch als Körperpflege hat es positive Wirkungen. Ich rate jedem, sich mit den Inhaltsstoffen in Kosmetikprodukten genauer auseinanderzusetzen und auf mehr natürliche Produkte im Bad zu setzen.

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Was ist Matcha und welche Inhaltsstoffe hat es?

Matcha kommt ursprünglich aus Japan. Es handelt sich hierbei um pulverisierten grünen Tee, welcher aus der Camellia Sinensis Pflanze geerntet wird. Zwar konnte er erst seit Kurzem großen Anklang in Deutschland finden, doch gibt es ihn bereits seit Jahrhunderten. Dieser Tee ist in Japan für Teezeremonien weit verbreitet, was vor allem an seinen vielen Vorteilen und heilenden Wirkungen liegt. Im Gegensatz zu klassischem Grüntee, wird der Matcha Tee erst von Teebauern geerntet, wenn die Pflanze rund 30 Tage im Schatten gewachsen ist. Dies hat zur Folge, dass die Aminosäure, sowie das Chlorophyll in der Pflanze in höherer Konzentration vorhanden ist, als wir es von regulärem Tee kennen. Dir wird sicherlich schon aufgefallen sein, dass Matcha viel grüner ist als klassischer grüner Tee, was ebenfalls an dem Chlorophyll liegt.

Es ist kein Geheimnis, wie gesund Matcha ist, doch sollte auch hier auf die Qualität geachtet werden. Versuche die Teebauern zu unterstützen, welche Bio-Qualität anbieten, denn dies spiegelt sich auch in den Inhaltsstoffen und der Wirkung wider.

Wie wird Matcha hergestellt?

Das Matcha wird aus der Camellia Sinensis Pflanze geerntet, welche die letzten 30 Tage im Schatten wächst. Hierbei werden die Blätter geerntet, gedämpft und daraufhin getrocknet. Im Anschluss an den Trocknungsprozess werden die Blätter gemahlen, bis wir die uns bekannte Pulverform erreichen. Statt wie bei einem klassischen grünen Tee lediglich die Teeblätter abzubrühen, konsumierst du beim Matcha das Pulver, was darin resultiert, dass du auch alle Nährstoffe direkt aufnehmen kannst. Aus diesem Grund wird dem Matcha Tee auch nachgesagt gesünder, als der klassische Grüntee zu sein.

Wirkung und Vorteile von Matcha

Du bist noch nicht davon überzeugt in Zukunft auf den Matcha Tee zu setzen? Dann bist du hier genau richtig, denn wir haben alle Vorteile des Matcha Tees für dich parat, sodass du dich selber von der Wirkung überzeugen lassen kannst!

Mehr Inhaltsstoffe als klassischer Tee

Es ist kein Geheimnis, dass Matcha mit vielen Inhaltsstoffen versehen ist. Du kannst viele Vitamine wie Vitamin A, B, C und E finden sowie Aminosäuren und Carotine. Durch die Pulverform haben Menschen, die Matcha konsumieren auch den Vorteil, dass die Nährstoffe besser aufgenommen werden können.

Vielseitig einsetzbar

Du musst Matcha nicht immer nur als Tee konsumieren, denn dieses Pulver kann vielseitig eingesetzt werden. Wie wäre es denn mit einem Matcha Smoothie, als Topping beim Müsli oder wie wäre es sogar mit Matcha zu backen? All das ist empfehlenswert und die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Reichlich Koffein

Matcha ist wahrlich eine Koffein-Bombe! Dieser Tee hat 3 bis 4 Mal so viel Koffein enthalten wie regulärer Tee. Aus diesem Grund ist er auch so beliebt als Kaffee-Ersatz. Wenn du daher nach einem Getränk suchst, welches dich morgens auffrischt, doch zugleich mit vielen wichtigen Nährstoffen ausgestattet ist, dann bist du bei dem Matcha Tee an der richtigen Adresse.

Enthält viele Antioxidantien

Viele Menschen sind ganz begeistert von grünem Tee, da diesem eine entgiftende Wirkung nachgesagt wird, doch nun halte dich fest – Matcha hat 140-mal mehr Antioxidantien als grüner Tee! Diese Antioxidantien sind ein wahrer Segen für den Körper, sie entgiften und schützen den Körper vor freien Radikalen.

Hilft gegen Muskelkater

Du machst regelmäßig Sport und suchst nach einem Weg deine Regeneration zu unterstützen? Dann bist du bei Matcha an der richtigen Adresse. Dieser sollte allerdings kalt konsumiert werden und das enthaltende EGCG-Catechin hilft die Muskelfasern zu schützen und auch wieder aufzubauen. Besonders geeignet ist es, wenn du den Matcha mit deinem Proteinshake kombinierst, denn so versorgst du deine Muskeln direkt nach dem Training mit den idealen Nährstoffen!

Soll beim Abnehmen helfen

Es sollen ein paar Kilos weniger werden und das auf möglichst natürliche Weise? Dann bist du bei dem Matcha Tee an der richtigen Adresse. Das Koffein kurbelt nämlich die Fettverbrennung an. Zugleich beeinflusst Matcha die sogenannte Thermogenese. Dies ist die Erzeugung von Körperwärme, was dazu führt, dass mehr Energie und somit Kalorien verbraucht werden.

Matcha und Koffein

Viele Menschen nutzen Matcha als Alternative zu Kaffee, da Kaffee mit einigen negativen Aspekten, wie der Verfärbung der Zähne einhergeht. Wenn du dennoch einen guten Koffein-Kick am Morgen haben möchtest, scheint Matcha eine gute Option zu sein. Da wir das Pulver konsumieren und nicht nur die Blätter ab brühen, konsumieren wir sage und schreibe 3 bis 4 Mal mehr Koffein als bei einem klassischen Tee. Nun könnte man annehmen, dass Matcha mehr Koffein beinhaltet als Kaffee, doch das stimmt nicht. Eine Tasse Kaffee kommt auf circa 95 mg Koffein, wobei wir bei einer Tasse Matcha Tee auf circa 80 mg Koffein kommen. Der Unterschied ist allerdings nicht allzu groß, sodass sich Matcha als Kaffee-Ersatz durchaus eignet. Das liegt vor allem daran, dass das Koffein vom Matcha im Körper anders verstoffwechselt wird.

Statt direkt ins Blut überzugehen und demnach aber auch schnell wieder abtransportiert zu werden, wird beim Matcha das Koffein nur nach und nach verbreitet. Demnach versorgt das Matcha den Körper mit Koffein für rund 6 bis 8 Stunden. Sicherlich ist es dir selber schon mal passiert, dass du zu viel Kaffee getrunken hast und dich plötzlich unwohl und hibbelig gefühlt hast? Dies kann dir bei dem Matcha Tee nicht passieren. Hierbei wird das Koffein nicht auf einmal abgegeben und zugleich kommt es nicht zu dem sogenannten Mittagstief. Dieses Mittagstief wird in der Regel durch einen zu schnellem Abbau von Koffein ausgelöst und fühlt sich so an, als würdest du von jetzt auf gleich all deine Energie verlieren.

Matcha richtig zubereiten

Das Pulver einfach mit heißem Wasser aufgießen? Nein, so läuft die Zubereitung des Matcha Tees nicht ab. Was du genau benötigst und wie du deinen Matcha Tee zubereitet, möchte ich dir hier näher erläutern.

Das benötigst du:

  • Matcha Pulver
  • eine Keramikschale
  • ein Löffel (am besten aus Bambus)
  • ein Rührbesen (am besten aus Bambus)
  • Wasser

So bereitest du deinen Matcha Tee zu:

Nun geht es zuerst darum die Matcha Paste herzustellen, hierfür gibst du zwei Löffel Matcha Pulver in die Schale. Ziel ist es eine Paste zu kreieren, sodass du nur ganz wenig Wasser hinzugeben solltest und dieses Wasser mit dem Pulver durch den Besen vermischst. Ziel ist es eine schöne weiche Paste herzustellen, ohne Klümpchen. Nun musst du circa 70 Milliliter (für eine Tasse) Wasser erhitzen. Gib ein wenig heißes Wasser über den Besen und schließlich zeitgleich beim Rühren mehr und mehr in die Schale mit der Paste. Hier musst du gut umrühren, sodass es eher daran erinnert Schaum zu schlagen. Nun hast du das Basis-Getränk Matcha hergestellt und kannst dies frei nach deinen Wünschen weiterentwickeln. Wie wäre es zum Beispiel einen Matcha Latte herzustellen oder den Matcha abkühlen zu lassen und einen Tee daraus zu entwickeln? Hierbei kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und einfach deinen Geschmack folgen.

Weitere Zubereitungsarten des Matcha:

Hier habe ich dir bereits den klassischen Weg der Matcha Zubereitung vorgestellt, doch gibt es in der japanischen Teezeremonie auch noch weitere Wege. Diese lernst du hier näher kennen.

Tencha

Als Tencha werden die Blätter bezeichnet, doch hierbei fehlen unter anderem die Adern, sodass diese Blätter entweder direkt als Pulver weiterverarbeitet oder ebenfalls, wie klassischer Matcha gemahlen werden können. Der Unterschied zwischen Tencha und Matcha ist, dass Tencha nur kurze Zeit gedämpft wird.

Gyokuro

Ähnlich wie bei Tencha handelt es sich hier um das ganze Blatt. Statt allerdings auf die Adern zu verzichten, wird bei Gyokuro alles aufgebrüht und demnach das ganze Blatt verwendet. Bei dem Trocknungsprozess werden die Blätter gerollt und bekommen so eine eher florale Note.

Koicha

Koicha wird auch gerne als Dick-Tee bezeichnet und so lässt bereits vermuten, worum es hier geht. Für die Zubereitung wird doppelt so viel Pulver verwendet für die gleiche Menge an Wasser. Viele Menschen bevorzugen diese dickere Konsistenz.

Usacha

Das komplette Gegenteil zu Koicha ist Usucha, denn diese Art der Zubereitung fokussiert sich mehr auf den Dünn-Tee. Statt hier das Teepulver doppelt zu nutzen, wird eher doppelt so viel Wasser verwendet. Demnach bekommst du einen Tee mit viel dünnerer Konsistenz.

Fazit: Lohnt es sich auf Matcha Tee umzusteigen?

Absolut! Zwar ist der Geschmack mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, doch solltest du ihn wenigstens mal probieren. Vor allem, wenn du auf der Suche nach einer gesunden und aufwachenden Alternative zu Kaffee bist, ist Matcha Tee sicherlich die richtige Option. Neben den vielen Nährstoffen ist dieses Pulver auch vielseitig einsetzbar, ob ganz klassisch als Tee oder auch für einen Smoothie oder zum Backen – du hast die Wahl!

Leider ist aber auch nicht alles Gold was glänzt, denn Matcha hat einen erheblichen negativen Punkt, nämlich die Kosten! Das Pulver ist alles andere als günstig, da es oftmals aus Japan importiert wird und zugleich auch extra Produktionsschritte beinhaltet. Für nur 100 Gramm Matcha musst du bereits 5 Euro auf den Tisch legen. Qualität hat eben seinen Preis!

Die vielen Vorzüge rechtfertigen allerdings auch den Preis, denn neben einer verbesserten Muskelfaser Regeneration, dem natürlichen Abnehmen und auch reichlich Nährstoffen, kannst du dich auf 4-mal so viel Koffein freuen, wie es reguläre Tees beinhalten. Daher empfehle ich es dir, den Matcha wenigstens einmal zu probieren und daraufhin zu entscheiden, ob dieser regelmäßig in die tägliche Routine eingebaut werden soll.

Ob Matcha Tee, für eine Teezeremonie, Tencha, Gyokuro, Koicha, Usacha oder auch als Smoothie – was es auch immer ist, starte deinen Tag mit einer guten Portion Nährwerte und Koffein, alles versteckt in dem grünen Pulver! Vergiss nicht auf die Qualität und den fairen Abbau durch die Teebauern zu achten, denn so bekommst du wirklich ein 1A Produkt mit reichlich gesundheitlichen Vorzügen.

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Kokosblütenzucker wird auch Palmzucker genannt. Er gilt als gesunde Alternative zum gewöhnlichen Haushaltszucker. Aber ist dieser Zuckerersatz tatsächlich weniger schädlich für deinen Körper? Im folgenden Artikel will ich dir erklären, was Kokosblütenzucker ist, wie er hergestellt wird und warum ihm positive Eigenschaften nachgesagt werden. Außerdem möchte ich dir aufzeigen, was durch die Aufnahme von Zucker in deinem Körper passiert. Denn unabhängig davon, ob du Haushaltszucker oder vermeintlich gesündere Zuckeralternativen zu dir nimmst: Dein Stoffwechsel reagiert jedes Mal auf dieselbe Weise. Wenn du um die Zusammenhänge weißt, kannst du erkennen, dass Zucker zwar lecker, aber grundsätzlich nicht gesund ist – auch, wenn es sich um Kokosblütenzucker handelt. Deshalb ist es allemal besser, so oft es geht auf Zucker zu verzichten.

Was ist Kokosblütenzucker?

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokosblüte einer Kokospalme hergestellt. Der Nektar wird gewonnen, indem die Knospe von der Palme abgeschnitten wird.

Der Zucker entsteht durch Verkochen dieses Nektars der Blüte bei niedriger Temperatur. Am Ende entstehen feine Kristalle, die sogar noch kleiner sind als die von handelsüblichem Haushaltszucker. Dieser Kokosblütenzucker unterscheidet sich optisch und geschmacklich sehr vom Haushaltszucker: Er ist braun und schmeckt ein bisschen nach Karamell und Malz. Dabei ist seine Süßungskraft ähnlich wie die von Haushaltszucker. Mengenmäßig kannst du also theoretisch normalen oder braunen Zucker Eins zu Eins durch Kokosblütenzucker ersetzen. Warum Kokosblütenzucker als gesünder gilt, lässt sich unter anderem mit seinem niedrigeren glykämischen Index erklären. Denn der Blutzuckerspiegel steigt etwas langsamer an als bei gewöhnlichem Haushaltszucker. Allerdings bleibt es umstritten, wie groß der Unterschied des Süßungsmittel und dadurch der Effekt in Bezug auf die Gesundheit wirklich ist.

Vorteile und Nachteile von Kokosblütenzucker

Damit du auf einen Blick sehen kannst, welche Vorteile und welche Nachteile Kokosblütenzucker mit sich bringt, fasse ich diese hier noch einmal kurz für dich zusammen:

Vorteile von Kokosblütenzucker

  • Niedriger glykämischer Index: Der Blutzuckerspiegel steigt langsamer als bei gewöhnlichem Haushaltszucker. Die Schwankungen des Blutzuckerspiegels sind deshalb etwas geringer. In der Folge hast du theoretisch weniger Heißhunger.
  • Kokosblütenzucker enthält Antioxidantien und Mikronährstoffe wie Kalium, Vitamine oder Magnesium, allerdings in so geringer Menge, dass die negativen Effekte des Zuckerkonsums die minimalen positiven Effekte von Kokosblütenzucker bei regelmäßigem Verzehr überwiegen würden.

Nachteile von Kokosblütenzucker

  • Oft nicht ökologisch und nicht klimafreundlich. Regenwald wird für den Anbau von Kokospalmen abgeholzt und die Transportwege nach Europa sind weit
  • Kokosblütenzucker ist teurer als Haushaltszucker
  • Der Geschmack von Kokosblütenzucker ist anders als der Geschmack von Haushaltszucker. Manche Süßspeisen schmecken deshalb mit Kokosblütenzucker anders als mit Haushaltszucker
  • Kokosblütenzucker enthält beinahe genauso viele Kalorien wie gewöhnlicher Haushaltszucker

Wie nachhaltig ist die Zuckeralternative?

Berechtigterweise steht Palmzucker beziehungsweise Kokosblütenzucker in Bezug auf seine Nachhaltigkeit in der Kritik. Denn die Kokosplantagen, die zur Herstellung von Kokosprodukten angelegt werden, gehen oft auf Kosten des Regenwalds. Zudem sind die Transportwege sehr weit. Südostasien und Südindien zählen zu den Hauptproduzenten von Palmzucker. Zwar kann eine Kokospalme bis zu 70 Jahre lang Nektar hervorbringen und so auch über einen langen Zeitraum genutzt werden – dennoch bringt die große Nachfrage nach Kokosprodukten immer mehr Plantagen mit sich und vernichtet so etliche Quadratkilometer Regenwald. Das schadet unserem Klima und vernichtet den Lebensraum von unzähligen Tierarten. Nur wenige Hersteller produzieren wirklich nachhaltig und legen Wert auf ökologischen Anbau. Erkundige dich deshalb gezielt nach solchen Herstellern, wenn du Palmzucker oder andere Kokosprodukte kaufst.

Guter Kokosblütenzucker ist aufgrund der aufwendigen Herstellungsweise und der weiten Transportwege ziemlich teuer. Zwar gibt es auch günstigen Kokosblütenzucker in den Supermarktregalen, aber bei Qualitätskontrollen wurden schon vielfach andere Zuckerarten in diesem Kokosblütenzucker nachgewiesen. Woher diese Fremdzucker gekommen sind, konnten die Anbieter wohl in den seltensten Fällen nachvollziehen. Denn der Weg von der Palme in die Packung ist lang: Oft stehen Kleinbauern am Anfang der Herstellung, die selbst auf die Palme klettern, die Blüten abschneiden und den Nektar auffangen. Danach wird über Feuer eingekocht, getrocknet, gesiebt und verpackt – erst dann gelangt der Palmzucker nach Deutschland zu den offiziellen “Herstellern”. Genaues Hinschauen lohnt sich also – und wenn du gute Qualität möchtest, wirst du nicht umhinkommen, tief in die Tasche zu greifen.

Warum Zucker grundsätzlich nicht “gesund” ist

Zucker ist im Prinzip nichts anderes als schnelle Energie für deinen Körper. Die brauchst du vor allem bei körperlicher oder geistiger Anstrengung. Unsere Vorfahren benötigten für die Jagd, für den Kampf oder die Flucht vor Feinden im Alltag sehr oft schnell Energie. Der moderne Mensch braucht sie dagegen nicht mehr in diesem Maße – zumal bei uns ständig Nahrung zur Verfügung steht. Unsere Vorfahren hatten stets längere Fastenzeiten zwischen den Mahlzeiten, da nicht ununterbrochen etwas zu Essen verfügbar war. Wir dagegen leben im Überfluss, unser Kühlschrank ist stets gut gefüllt, über Softdrinks und eine unerschöpfliche Auswahl von Süßigkeiten oder Fertigprodukten führen wir unserem Körper viel zu viel schnelle Energie in Form von Zucker zu, als er diese überhaupt verwenden kann.

Ich habe dir bereits angedeutet, dass durch den niedrigeren glykämischen Index von Palmzucker dieser als gesündere Alternative gilt. Nun möchte ich dir kurz erklären, warum ich persönlich das Wort “gesund” trotzdem nicht in Zusammenhang mit Palmzucker verwenden möchte. Denn egal, ob Haushaltszucker oder Kokosblütenzucker: Zucker bleibt Zucker. Kokosblütenzucker hat zwar einen niedrigeren glykämischen Index. Das bedeutet, dass dein Blutzuckerspiegel nicht ganz so rasch ansteigt, wie beim Genuss von gewöhnlichem Haushaltszucker. Er bietet also nicht diesen rasanten Zuckerkick, wie der Haushaltszucker. Aber eben doch einen Anstieg des Blutzuckerspiegels und nahezu ebenso viele Kalorien, die verbraucht oder irgendwo in deinem Körper gespeichert werden müssen.

Was passiert im Körper, wenn du Zucker isst?

Ein schneller Anstieg des Blutzuckers wie bei gewöhnlichem Haushaltszucker kann deinen Organismus auf Dauer sehr belasten, da es dadurch zu starken Schwankungen und einem teuflischen Kreislauf kommen kann. Zwar kann dein Körper die Zuckermoleküle direkt verwerten, was im ersten Moment für den Laien erst einmal gut klingt. Aber: Durch den schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Dann sinkt der Blutzuckerspiegel wieder. Wenn du nun regelmäßig zu viel Zucker zu dir nimmst, also mehr zur Verfügung steht, als dein Körper wirklich benötigt, dann speichert er das Glykogen aus dem Zucker in der Leber oder in den Muskeln – und ganz zum Schluss natürlich auch in den Fettzellen.

Sofern du also nicht regelmäßig ausdauernd Sport treibst, wird Zucker vor allem eines in deinem Körper bewirken: Er lässt den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen. Insulin wird ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel sinkt ebenso rasch, wie er angestiegen ist. Das bedeutet, dass der Energieschub, den du durch den Zucker erlebst, auch schnell wieder vorbei ist. Denn dein Gehirn sagt dir, dass der Blutzuckerspiegel schon wieder zu niedrig ist. Ein Kreislauf beginnt, denn dein Gehirn signalisiert dir: Los, gib mir mehr Zucker! Das kann langfristig zu Fressattacken, Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Insulinresistenz führen. Denn ständiger Zuckernachschub befördert deinen Körper in einen Teufelskreis, aus dem du nur ganz bewusst wieder aussteigen kannst. Das liegt daran, dass dein Gehirn aufgrund von fein aufeinander abgestimmten hormonellen Prozessen ständig bestimmte Signale sendet, die dich dazu verleiten, immer mehr zu essen.

Ist Kokosblütenzucker nun gesünder?

Auch, wenn dein Blutzuckerspiegel mit Kokoszucker nicht so rasant in die Höhe schnellt, wie bei Haushaltszucker: Die Zuckeralternative birgt unter dem Strich dieselben Risiken, wie gewöhnlicher Haushaltszucker. Zwar wird Kokosblütenzucker gerne als ideale Zuckeralternative für Diabetiker empfohlen – dennoch gilt diese Empfehlung in Fachkreisen als zweifelhaft. Denn wenngleich der Blutzuckerspiegel etwas langsamer ansteigt, so steigt er doch. Die Gefahr von Heißhungerattacken ist bei einem niedrigeren glykämischen Index nicht so akut wie bei normalem Zucker. Aber auch für Diabetiker sind unter dem Strich eben die Kalorien entscheidend, nicht nur der glykämische Index. Als Zuckerersatz ist Kokosblütenzucker grundsätzlich nicht verkehrt – denn wenigstens ist er nicht ungesünder als gewöhnlicher Zucker. Aber bedenke dabei trotzdem: Auch dieser Zuckerersatz bleibt Zucker, hat viele Kalorien und wirkt sich bei übermäßigem Genuss negativ auf dein Wohlbefinden aus. Zudem bleibt die Frage, inwieweit der niedrigere glykämische Index bei der Verstoffwechselung in deinem Körper tatsächlich spürbar ist. Denn auch die Qualität von Kokosblütenzucker als ein Naturprodukt schwankt.

Wie die Zusammenhänge zwischen Zucker und bestimmten Vorgängen in deinem Körper sind, erkläre ich dir auf „7 effektive Wege, Fressattacken zu vermeiden“. Wenn du dich langfristig mit zu viel Zucker oder schnellen Kohlenhydraten ernährst, kann das auf lange Sicht dramatische Folgen für deine Gesundheit haben. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, kannst du das unter „Insulinresistenz – was ist das eigentlich?“ nachlesen oder im Podcast „Diabetes Typ II – eine vermeidbare Krankheit“ nachhören.

Als Vorteil von Kokosblütenzucker wird gerne auch das angebliche Mehr an Spurenelementen und Antioxidantien bemüht – was allerdings als nicht wissenschaftlich erwiesen gilt. Zudem müsstest du Unmengen Kokoszucker essen, um einen Effekt durch die dem Palmzucker nachgesagten gesunden Inhaltsstoffe zu spüren. Besser für die Aufnahme wichtiger Spurenelemente, Vitamine und Antioxidantien ist definitiv eine ausgewogene Ernährung. Wie du dich gesund ernährst, kannst du in meinem Text “Ausgewogene Ernährung – So isst du gesund” nachlesen.

Verwendung von Kokosblütenzucker

Du kannst Kokosblütenzucker wie gewöhnlichen Zucker einsetzen. Du kannst den Kaffee damit süßen oder für Gebäck oder Desserts verwenden. Allerdings ist Kokosblütenzucker schwerer löslich als Haushaltszucker und der karamellige Eigengeschmack ist nicht jedermanns Sache. Wie bei anderen Zuckeralternativen, wie beispielsweise bei Honig, ist dennoch auch beim Palmzucker die Devise: Die Menge macht das Gift. Verlasse dich nicht darauf, dass Kokosblütenzucker häufig als gesünder angepriesen wird. Wenn du normalen Zucker Eins zu Eins durch Kokosblütenzucker ersetzt, nimmst du annähernd genauso viele Kalorien zu dir, wie mit Haushaltszucker. Bedenkst du nun auch noch die schwankende Qualität und beziehst mit ein, dass eventuell Fremdzucker in deinem Kokosblütenzucker enthalten sein könnte, bleibt kein großer Unterschied zum Haushaltszucker – abgesehen von Preis, Farbe und Geschmack.

Weniger ist mehr

Unter dem Strich empfehle ich dir, wo es nur geht auf Zucker oder andere Süßungsmittel so weit als möglich zu verzichten. Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung brauchst du keinen Zucker. Zudem ist Zucker schon in etlichen anderen Lebensmitteln enthalten – allem voran in kohlenhydratreichen Lebensmitteln oder süßem Obst. Energie beziehst du deshalb schon ausreichend aus einer ganz normalen Ernährung – ohne die Zugabe von Zucker. Sicher: Ein leckeres Dessert oder Gebäck braucht bisweilen etwas mehr Süße, als die anderen Zutaten hergeben. Wenn du also zu Zucker, Palmzucker oder auch Honig greifst, beschränke dich auf das notwendige Minimum. Damit tust du langfristig dir und deinem Körper viel Gutes.

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Welche Wirkung hat die Fastenkur auf meinen Körper?

Welche Wirkung hat die Fastenkur auf meinen Körper?

Hast du schon mal von einer Fastenkur gehört, beziehungsweise eine durchgeführt? Nein? Kein Problem, denn hier habe ich alle wichtigen Informationen von gesundheitlichen Vorteilen bis hin zur Durchführung für dich zusammengefasst. Ziel ist es dir einen Eindruck zu geben, wie die Fastenkur sich auf den Körper auswirkt und ob du diese schließlich selbst testen möchtest.

Was bedeutet fasten?

Das Wort „Fasten“ kommt aus dem germanischen und stellt sich aus dem althochdeutschen Wort fastēn zusammen. Dies bedeutet im christlichen Sinne “an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten”. Das Fasten ist eine uralte Methode, die bereits im Christentum, Judentum, Hinduismus und Islam durchgeführt wurde. Kurz und knapp bedeutet es für eine bestimmte Zeit auf das Essen zu verzichten. Nur Wasser und Kräutertee (ohne Koffein) darf zu sich genommen werden. Der Grundgedanke ist seinem Verdauungssystem eine Pause zu gönnen, sodass die Energie, die in der Regel für die Verdauung genutzt wird, stattdessen für den restlichen Körper einzusetzen.

Die drei verschiedenen Optionen

Hierbei unterscheiden wir drei verschiedene Optionen der Fastenkur. Diese wurden vor allem in der Antike und in dem Mittelalter genutzt. Beachte, dass es mittlerweile auch noch viele weitere Fasten-Arten gibt, wie das Saft-Fasten und das Intervallfasten.

  • Ganz-Fasten: Hier wird auf eine vollständige Nahrungsaufnahme verzichtet. In dieser Fastenzeit verzichtet die Person sogar auf das Trinken von Wasser.
  • Halb-Fasten: Bei dem Halb-Fasten handelt es sich um eine Methode, die dem heutigen Intervallfasten ähnelt. Statt sich hierbei allerdings auf die Zeit zu fokussieren, ist mehr die Anzahl der Mahlzeiten wichtig. Es wird nur eine Mahlzeit am Tag gegessen, doch Wasser ist den ganzen Tag über erlaubt.
  • Abstinenz-Fasten: Bei dem Abstinenz-Fasten geht es darum auf bestimmte Lebensmittel, beziehungsweise Getränke zu verzichten.

Das Fasten muss aber nicht immer etwas mit der Gesundheit zu tun haben, denn vor allem in der Religion steht es für die Abwehr des Bösen und der Reinigung der Seele und des Körpers. Wie bereits erwähnt, finden wir das Fasten in vielen verschiedenen Religionen, beispielsweise der Ramadan im Islam. Hie wird über einem Monat tagsüber auf Nahrung verzichtet und am Ende des Monats eine riesige Feier veranstaltet.

Selbst in der Politik können wir das Fasten finden, denn der Hungerstreik ist der bewusste Verzicht auf den Konsum von Nahrung als politische Stellungnahme. Auch hier kann man von Fasten sprechen, da für eine bestimmte Zeit kein Essen zu sich genommen wird.

Das ist der Hintergrund des Heilfastens

Heilfasten hat nichts mit Religion und Politik zu tun, sondern mit der Gesundheit. Das erste Mal wurde der Begriff „Heilfasten“ von Otto Buchinger in seinem Buch „Heilfasten“ im Jahre 1935 thematisiert. Dieser war Arzt bei der Marine und wurde bezüglich gesundheitlicher Probleme nach 40 Jahren entlassen. Er behandelte sich selber mit zwei langen Fastenkuren und konnte sich so von all seinen gesundheitlichen Problemen befreien. Er gründete im Anschluss seine eigene Praxis und berichtete in seinem Buch über seine Erfahrung mit dem Heilfasten und wie er diese in 15 Jahren bei diversen Patienten eingesetzt hat. Die Wirksamkeit ist unumstritten, denn noch heute gibt es diverse Buchinger Kliniken in Deutschland und auch weitere Fasten-Kliniken wurden im deutschen Raum gegründet.

Heilfasten ist eine Option, wenn du bereits bestimmte Grunderkrankungen und Beschwerden hast und diese auf einem natürlichen Wege heilen möchtest. Nicht nur das, denn auch als Prävention und als Unterstützung der Gesundheit des Körpers eignet sich das Fasten hervorragend. Der Hintergrund ist auch die Idee, dass unser Körper sich bei einer äußeren Verletzung selbst heilt, wieso also nicht auch von innen? Wenn wir dem Körper die Zeit und die Energie geben, dann kann dieser sich selber heilen. Nicht nur das, denn durch die bewusste Fastenzeit geben wir unserem Körper einen Reset. Wir gewöhnen uns Koffein, Zucker, Salz, etc. ab und können im Anschluss des Heilfastens mit gesunden Änderungen unseren Lebensstil anpassen.

Das sind die gesundheitlichen Vorteile des Heilfastens

Neben den bereits genannten Vorzügen ist ein großer Vorteil der Fastenkur, dass wir nicht nur unserem Organismus eine Pause geben, sondern wir die Kraft bekommen klar zu denken. Viele Menschen denken das Fasten das Gleiche ist wie hungern, doch das entspricht nicht der Wahrheit. Ja, in beiden Fällen wird keine Nahrung aufgenommen, doch ist fasten eine zeitlich begrenzte Praktik. Statt Muskeln abzubauen und der Gesundheit zu schaden, wird dem Körper eine Pause gegeben.

Damals, als für das tägliche Essen noch gejagt und gesammelt werden musste, kam es regelmäßig zu Fastenzeiten in der Ernährung. Essen gab es nicht im Überfluss, es musste rationiert werden und an manchen Tagen gab es kein Essen. Heutzutage gehen wir in den Supermarkt oder an unseren Kühlschrank, essen rund um die Uhr und leben im Überfluss. Das ist unser Körper nicht gewohnt und dieser bekommt so keine Möglichkeit die Energie in die Heilung von Krankheiten und Verletzungen zu stecken, stattdessen wird jegliche Energie aufgebracht, um das Essen zu verdauen.

Durchführung des Heilfastens – 5 wichtige Tipps

Du spielst mit dem Gedanken das Heilfasten einmal selber durchzuführen? Dann habe ich hier die 5 besten Tipps für dich, damit du auch genau weißt, worauf du achten musst.

Erstelle einen Fastenplan

Je nachdem welche Art des Fastens du planst, kannst du einen Fastenplan erstellen. Hierbei kannst du nicht nur aufschreiben, welche Flüssigkeiten du zu dir nehmen wirst, sondern auch die konkrete Länge bestimmen. Zudem kannst du in diesem Plan täglich deine Gedanken und auch wie du dich fühlst aufschreiben. Solltest du eine lange Fastenkur planen, dann rate ich dir, dich von einem Therapeuten unterstützen zu lassen, um deine Gesundheit zu sichern.

Nutze den richtigen Zeitpunkt

Heilfasten hat keinen konkreten Zeitplan, ob „nur“ für 2 Tage bis hin zu zwei Wochen – du entscheidest. Suche dir allerdings einen passenden Zeitpunkt aus. In dieser Zeit solltest du dir eine Pause gönnen können, möglichst nicht arbeiten müssen und zudem auch keine Feiern, wie Geburtstage geplant haben. Dies sind unnötige Versuchungen, welche dir die Umsetzung erschweren werden.

Bereite dich vor

Vorbereitung ist extrem wichtig! Zwar scheint der Gedanke so einfach zu sein „Ich esse einfach nichts für ein paar Tage“, doch vor allem die ersten drei Tage können schwierig sein. Wenn du dann auch noch weißt, dass du reichlich Versuchungen in deiner Wohnung versteckt hast, dann stehen die Chancen gut, dass du dich diesen Versuchungen hingeben wirst. Entferne jegliche Lebensmittel, Snacks, Alkohol, etc. und bringe dich gar nicht erst in Versuchung.

Vermeide anstrengende Bewegungen

Beachte, dass du dir in dieser Zeit keine Kalorien und demnach auch keine Energie zugeführt bekommst, sodass du anstrengende Bewegungen und Sport vermeiden solltest. Wenn du am Ende des Tages leichtes Yoga oder dich strecken möchtest, dann kannst du das gerne machen.

Setze auf die passende Motivation

Hast du ein bestimmtes Ziel oder ein Resultat, welches du durch das Heilfasten erreichen möchtest? Dann schreibe es auf, mache eine Collage oder visualisiere dein Ziel. Habe deine Motivation für die Fastenkur immer in Sichtweite, sodass du dich in der ersten Zeit immer und immer wieder daran erinnern kannst, wieso du das Heilfasten überhaupt durchgeführt. Unser Gehirn und unser Ego tricksen und gerne aus, sobald es ungemütlich wird, daher ist es wichtig ein Ziel zu haben!

Fastenbrechen – So geht es!

Das Fastenbrechen bezeichnet das Ende der Kur. Die Zeit, in der du deinen Darm wieder mit Nahrung füllst und demnach besonders stark aufpassen solltest. Je nachdem wie lange du die Kur durchgeführt hast, kann dein Darm sehr empfindlich sein, sodass es ein paar Dinge gibt, die du beim Fastenbrechen, beziehungsweise beim Fastenende berücksichtigen solltest. Statt wie bei einem klassischen Fastentag deinem Darm und deinem Körper eine Pause zu geben, musst du ihn nun langsam aber sicher wieder an das Essen heran gewöhnen.

Vielleicht hast du dir die ganze Zeit vorgestellt, wie du am Fastenende Pizza, Pasta und Co. isst, doch das solltest du nicht machen. Dein Darm ist an solch ein Essen, wegen der Kur, nicht mehr gewöhnt, sodass du dich langsam herantasten musst. Gemüsebrühe und Obst sind hierbei für den ersten Tag nach dem Fastenbrechen, die richtige Optionen. Auch am zweiten Tag und dritten Tag nach Fastenende wirst du merken, dass dein Darm und Körper mehr und mehr Zeit braucht. Versuche fettiges und schweres Essen nach der Kur zu vermeiden, Gemüsebrühe, leichte Suppen und Obst werden dir Energie schenken und zugleich deinen Darm wieder an (festes) Essen gewöhnen.

Bringe deinen Stoffwechsel nach und nach, am Ende der Fastenzeit, mit der richtigen Nahrung wieder in Gang und entscheide dich für gesunde Optionen. Dies wird dir helfen in Zukunft eine gesunde Ernährung beizubehalten auch nach Fastenende.

Wenn du noch nach weiteren Tipps und Tricks, sowie Informationen zum Heilfasten suchst, dann empfehle ich dir meine Podcast Folge mit Dr. Ruediger Dahlke anzuhören, dieser ist Humanmediziner, Psychotherapeut, Seminarleiter, Autor von 64 Büchern und absoluter Spezialist, wenn es um das Thema Heilfasten geht.

Einsatz des Heilfastens

Wie bereits erwähnt soll die Kur bei diversen Krankheiten und Beschwerden helfen, darunter unter anderem Gelenkerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Verdauungsstörungen, Darmprobleme und sogar bei Allergien soll es helfen. Beachte allerdings, dass du das Fasten auch nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest, denn vor allem, wenn du eine längere Fastenkur machst, ist dies ein großes zeitliches Fenster, in dem dein Körper keine Energie in Form von Kalorien bekommt. Wenn du an einer Krankheit leidest oder wenn du eine längere Fastenkur planst, dann empfehle ich dir, einen Fasten-Therapeuten zurate zu ziehen.

Für wen ist das Heilfasten nichts?

Nicht jeder Mensch sollte das Heilfasten nutzen. Für wen das Heilfasten eher nichts ist, erkläre ich dir hier kurz und knapp:

  • Schwangere
  • Krebspatienten
  • Menschen mit Nierenkrankheiten
  • Menschen mit Herz Kreislauferkrankungen
  • Kinder und Babys
  • Menschen mit Essstörungen
  • Menschen mit psychischen Problemen

Wenn du dich noch mehr informieren möchtest, dann schaue auch gerne auf meinem YouTube Kanal vorbei. Hier habe ich beispielsweise ein Video für dich, in dem ich dir von der 12 Säulen der Entgiftung berichte und dich über Umweltgifte aufkläre. Dies ist auch eine gute Motivation für deine Heilfastenkur. Klicke dich einfach mal rein!

Ist die Fastenkur das Richtige für dich?

Möchtest du deinem Körper mal wieder eine Pause gönnen? Dich von lästigen gesundheitlichen Beschwerden befreien und Klarheit gewinnen? Willst du neue und gesündere Gewohnheiten in dein Leben etablieren? Dann ist das Heilfasten wie für dich gemacht!

Es kann vielseitig eingesetzt werden, du entscheidest wie lange du das Heilfasten nutzen möchtest und welche Ziele du erreichen willst. Die vielen Erfolgsgeschichten werden dich motivieren auch die ersten drei Tage problemlos durchstehen. Nimm deine Gesundheit selbst in die Hand und setze auf das Fasten!

Setze nach Fastenzeit auf leichtes Essen, wie Gemüsebrühe, Obst und Suppen, sodass sich dein Darm und Körper nach und nach wieder an die Nahrung gewöhnen kann und sich dein Stoffwechsel nach der Kur wieder in Gang setzt.

Beachte unsere Liste für wen das Heilfasten nicht geeignet ist und stelle sicher, dass du einen Fasten-Therapeuten an deiner Seite hast, vor allem wenn du eine längere Fastenkur planst. So kannst du sicher sein, dass du das Beste für deinen Körper tust und hast einen Experten, der dich dabei unterstützt deine Ziele zu erreichen.

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Wie gesund ist die goldene Milch wirklich?

Wie gesund ist die goldene Milch wirklich?

Wie? Was? Goldene Milch? Und das noch mit Kurkuma? Du hast noch nie etwas von einer goldenen Milch gehört? Dann wird es nun aber Zeit! Dieses neue Wundergetränk mit den guten Zutaten schmeckt nicht nur gut, sondern soll zudem auch noch viele positive Eigenschaften auf den Körper haben. Welche das genau sind und wie du dir die goldene Milch selbst mit Kurkuma anrühren kannst, möchte ich dir hier erklären!

Was ist goldene Milch?

Obwohl es so scheint, als sei die goldene Milch ein neues Getränk, wird sie allerdings schon seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Medizin getrunken und findet nun langsam auch seinen Weg in unseren Alltag. Die goldene Milch hat ihren Namen durch ihre Optik gefunden, denn das starke gelb orange der Milch erinnert an Gold und die milchige Konsistenz macht aus ihr die “Goldene Milch”. Die Farbe bekommt diese Milch vor allem durch Kurkuma.

Die Zutat Kurkuma ist auch unter dem Namen Gelbwurz oder sogar “Gewürz des Lebens” bekannt, da diese Wurzel nicht nur deinem Essen (oder auch Getränken) einen knalligen Gelbton verabreicht, sondern zugleich auch noch wahnsinnig gesund ist. In Deutschland können wir Kurkuma meist in Pulverform kaufen, doch was viele Menschen nicht wissen – Kurkuma ist Teil des Curry-Gewürzes! Wenn du dir die beiden Pulver einmal genau anschaust, dann wirst du kaum einen optischen Unterschied erkennen, lediglich geschmacklich sind sie verschieden. Durch den sehr dezenten Geschmack von Kurkuma, kann dieser allerdings hervorragend vermischt werden und gibt dem Curry – sowie der goldenen Milch, den starken Farbton!

Je nachdem, ob du dir die goldene Milch selber zusammen rührst oder diese in einem Café trinkst, es kann sein, dass noch weitere Gewürze als Kurkuma verwendet werden, wie beispielsweise Zimt, Ingwer und sogar Muskatnuss. Auch was den Milch-Anteil des Getränks angeht, kann bei der goldenen Milch Kuhmilch oder auch Pflanzenmilch als Zutat verwendet werden. Wie du siehst, ist es ein sehr vielseitiges Getränk, was durch die Optik und auch die positive Wirkung auf den Körper besticht.

Wirkung der goldenen Milch – Das steckt hinter dem Trend Getränk

Die positiven Effekte auf den Körper liegen vor allem an dem hohen Anteil an Kurkuma in der Milch. Diesem Gewürz wird schon lange reichlich heilende Wirkungen nachgesagt und wir möchten uns diese Vorteile hier einmal genauer anschauen.

Verbessertes Immunsystem

Vor allem durch das Curcumin, welches im Kurkuma enthalten ist, soll das Immunsystem gefördert werden. Dies haben Wissenschaftler der University of Michigan bei einer Studie herausgefunden. Sie haben konkret erkannt, wie das Curcumin im Körper die Zellmembran gefördert hat und schließlich konnten Krankheitserreger konsequenter und erfolgreicher abgewehrt werden.

Fördert die Verdauung

Nicht nur das Immunsystem profitiert von der goldenen Milch, sondern auch die Verdauung. Leidest du an Verstopfungen oder fühlst dich oft aufgebläht? Dann ist es vielleicht an der Zeit den Kaffee am Morgen mit der goldenen Milch auszutauschen.

Verbessert das Hautbild und die Haare

Das Beste ist – die goldene Milch macht auch noch schön! Diesem Getränk wird nachgesagt die Haut zum Strahlen zu bringen und das Haarwachstum anzuregen. Zudem sollen die Haare auch gestärkt werden und allgemein ansprechender aussehen.

Wirkt entzündungshemmend

Kurkuma soll entzündungshemmend wirken und so beispielsweise bei Arthritis helfen. Vor allem der Konsum von Kurkuma und Fetten, wie beispielsweise Kokosmilch, soll diesen Effekt sogar noch verstärken.

Soll bei der Muskelregeneration helfen

Machst du viel Sport und hast du Probleme dich im Anschluss an die benötigten Ruhephasen zu halten? Dann kannst du die Regeneration deiner Muskeln mit der goldenen Milch unterstützen.

Tipp: Wenn du einen möglichst schnellen Effekt auf deine Gesundheit verbuchen möchtest, dann rate ich dir die goldene Milch möglichst morgens und abends mit Kurkuma zu trinken. Morgens hat es nicht nur eine schön wärmende Funktion, sondern zugleich können die Nährstoffe des Kurkumas auf leerem Magen direkt verdaut werden. Zudem ist es wichtig, dass du die goldene Milch täglich trinkst.

Das solltest du beachten, wenn du dich für die goldene Milch entscheidest

Gibt es Aspekte zu beachten, wenn es um die goldene Milch geht? Hier beantworte ich dir die typischen Fragen und Sorgen, die zum Thema goldene Milch auftreten können!

Ist zu viel Curcumin schädlich für den Körper?

Es ist zu beachten, dass einer hoher Konsum von Curcumin im Körper zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen kann, dies ist allerdings schwierig zu erreichen. Man rechnet damit, dass ein Mensch um die 150 Milligramm Curcumin zu sich nehmen muss, um diese Nebenwirkungen zu erreichen. Bei einer täglichen Tasse goldene Milch mit Kurkuma ist das daher absolut kein Problem!

Wenn du dich allerdings als eher empfindlich einstufen würdest oder bereits Probleme in der Vergangenheit mit Kurkuma hattest, dann taste dich hier lieber langsam heran. Versuche es mit einem Schluck und schaue, wie du dich fühlst. Zudem enthält die reguläre goldene Milch Kuhmilch, was Menschen, die auf Laktose verzichten ebenfalls berücksichtigen sollten. Dies ist allerdings kein Grund der goldenen Milch abzudanken, da es auch tolle Rezepte mit Pflanzenmilch gibt.

Was, wenn mir Kurkuma einfach nicht schmeckt?

Der Geschmack der goldenen Milch ist nicht unbedingt jedermanns Sache, doch kein Problem! Nutze weitere Gewürze wie Ingwer oder schwarzen Pfeffer, um den Geschmack zu verändern. Gerne kannst du die goldene Milch auch süßen, hierfür eignet sich Honig, Ahornsirup oder auch Agavendicksaft. Probiere einfach mal herum und finde deine optimale Mischung!

Ich bin Veganer, was sollte ich beachten?

Ob als Paste oder als Pulver, die Nutzung der goldenen Milch ist wirklich wahnsinnig einfach. Solltest du nach einem veganen Produkt suchen, dann beachte bei deinem Kauf auf das “vegan” Siegel, denn es gibt einige Produkte die mit Milchpulver angereichert sind oder Whey Protein enthalten. Um diese negative Überraschung zu vermeiden, solltest du aufmerksam schauen, welche Inhaltsstoffe das Produkt beinhaltet. Ansonsten setze statt Kuhmilch lieber auf Pflanzenmilch und statt Honig eher auf Agavendicksaft.

Zubereitung der goldenen Milch – So funktioniert es!

Du hast Lust die goldene Milch mit Kurkuma oder Pfeffer endlich mal selber zu testen? Dann findest du hier zwei Rezepte mit optionalen Zutaten und zugleich die wichtigsten Tipps und Tricks, sodass dein Getränk ein voller Erfolg wird!

Ein einfaches Rezept für die goldene Milch

Das klassische goldene Milch Rezept ist wirklich kinderleicht und vor allem lässt es sich schnell anfertigen! Dies ist ideal, wenn es am Morgen mal wieder schneller gehen soll. Hier findest du das Rezept.

Das benötigst du:

250 Milliliter Milch
1 Esslöffel Kurkuma
Optional: 1 Teelöffel Zimt
Optional: 1 Teelöffel Pfeffer
Optional: 1 Teelöffel Ingwer oder Ingwerpulver
Optional: Honig
Optional: Kokosöl

Zubereitung:

Erhitze die Milch, doch Vorsicht – koche die Milch nicht! Gib nun alle Zutaten, wie Kurkuma, zur Milch und verrühre diese hervorragend. Es kann dazu kommen, dass sich Klumpen bilden. In diesem Fall empfehlen wir die Milch im Mixer zu vermischen. Nun kannst du nach Wunsch noch weiteren Honig dazugeben, bis dir das Getränk süß genug ist. Wie bereits erwähnt wird die Wirkung durch Kokosöl verstärkt, sodass du gerne einen Teelöffel Kokosöl als Zutat in das Getränk geben kannst. Das Kokosöl gibt dem Getränk dazu auch noch einen leichten Kokos-Geschmack, was besonders lecker ist.

Extra Tipp: Du bist kein Fan von warmen Getränken oder suchst lieber nach einer Erfrischung bei höheren Temperaturen? Dann folge der Anleitung, doch statt das Getränk heiß zu genießen kannst du es abkühlen lassen oder es im Kühlschrank lagern, bis es kühl ist. Gib nun ein paar Eiswürfel dazu und schon hast du deine erfrischende goldene Milch!

Die goldene Milch geht auch vegan!

Das Rezept der goldenen Milch kann ganz einfach auch angepasst werden, sodass es auch für Veganer geeignet ist. Welche Änderungen du vornehmen musst und wie so ein veganes Rezept aussehen kann, erfährst du hier.

Das benötigst du:

250 Milliliter Hafermilch (oder eine andere Pflanzenmilch)
1 Esslöffel Kurkuma
Optional: 1 Teelöffel Zimt
Optional: 1 Teelöffel Pfeffer
Optional: 1 Teelöffel Ingwer oder Ingwerpulver
Optional: Ahornsirup oder Agavendicksaft
Optional: Kokosöl

Zubereitung:

Die Zubereitung verläuft ähnlich, wie die klassische Anleitung. Beachte allerdings, dass das Erhitzen von Hafermilch unter Beobachtung stattfinden sollte, damit du die Milch nicht kochst. Nun kannst du die weiteren Gewürze dazugeben und gut vermischen. Nutze auch hier bei Bedarf einen Mixer. Statt Honig kannst du in der veganen Version Ahornsirup zum Süßen verwenden. Verstärke die Wirkung des Getränks, indem du einen Teelöffel der Zutat hinzugibst. Dieser Schritt ist optional, doch empfehlenswert, wenn du deinem Getränk einen Kokos-Kick geben möchtest. Fertig!

Alles wichtigen Informationen zu den Themen Aufbewahrung und Haltbarkeit

Hast du dich für die goldene Milch in Form einer Paste entscheiden, dann empfehlen wir, dass du das Glas, nachdem du es das erste Mal geöffnet hast, wieder gut verschließt und dann im Kühlschrank lagerst. Ähnliches gilt für das goldene Milch-Pulver. Bewahre es an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort auf. Das Pulver, sowie die Paste sind nach Öffnung circa ein Jahr haltbar. Schaue dir das Mindesthaltbarkeitsdatum an und berücksichtige, dass dies auf Basis einer optimalen Lagerung basiert. Wenn du merkst, dass sich das Produkt verfärbt oder sich der Geruch verändert, dann rate ich dir, dies nicht mehr zu verwenden. Wenn du die goldene Milch bereits angefertigt hast, solltest du diese noch am selben Tag trinken, vor allem wenn du Kuhmilch verwendest.

Solltest du zukünftig auf die goldene Milch setzen?

Du möchtest deinen Alltag ein wenig auffrischen und vom Kaffee am Morgen wegkommen? Statt einen Koffein-Kick möchtest du dir viel Lieber etwas Gutes tun? Dann bist du bei der goldenen Milch mit Kurkuma genau richtig! Hier findest du nicht nur ein Getränk, welches sich zügig und einfach zubereiten lässt, sondern zudem auch noch gesund ist.

Ob du Veganer bist oder nicht, die vielen verschiedenen Methoden der Zubereitung sprechen für sich. Möchtest du mal wieder dein Immunsystem auf die nächste Ebene bringen oder suchst du nach einem natürlichen “Schön-Macher”? Was es auch ist, in der goldenen Milch hast du es gefunden. Wenn du regelmäßig Sport machst und du deinem Körper etwas Gutes tun möchtest, dann bist auch du bei der goldenen Milch an der richtigen Adresse.

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Der Säure-Basen-Haushalt: Nur ein Mythos?

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Seit die Chemie Basis zur Betrachtung aller Vorgänge im menschlichen Körper ist und somit auch die Grundlage der medizinischen Forschung darstellt, ist auch das Thema Säure-Basen-Haushalt immer wichtiger geworden. Ausgedrückt wird die Frage nach sauer oder basisch durch den pH-Wert. Je kleiner der pH-Wert ist, desto saurer ist das Milieu. Viele Theorien sind zum Säure-Basen-Haushalt des Körpers inzwischen entwickelt worden – und ebenso viele Ansätze gibt es, um diesen im eigenen Körper positiv zu beeinflussen. Aber was ist wirklich dran an diesen Ideen von sauren und basischen Lebensmitteln, von guter Base und böser Säure, von Ernährungsumstellung und der Wirkung auf den Organismus? Im Folgenden möchte ich etwas Licht ins Dickicht dieses viel diskutierten Themas bringen und einige Mythen entzaubern, die sich entgegen des aktuellen Forschungsstandes trotzdem noch hartnäckig halten.

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

In einem gesunden Körper muss es beides geben: saures und basisches Milieu. Denn je nachdem, welche Funktion ein Organ innehat, braucht es die jeweils passenden Voraussetzungen. Der Magen beispielsweise muss ein saures Milieu aufweisen, um die Nahrung für die Verwertung vorzubereiten. Ist der pH-Wert im Magen zu hoch, funktioniert dieser Prozess nicht mehr, was sich in der Folge auf den gesamten Organismus auswirkt. Denn jede Zelle ist in ihrer Funktion abhängig vom Funktionieren der biochemischen Abläufe, die wiederum ganz bestimmte Bedingungen voraussetzen. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, dann wird an anderer Stelle der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten. Damit dieses Gleichgewicht und die feine Abstimmung der Prozesse in deinem Körper erhalten bleiben, ist es wichtig, dass an den richtigen Stellen im Körper das richtige Milieu für alle noch so kleinen Abläufe in dieser Kette an biochemischen Reaktionen herrscht.

Aber was beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt? Ganz klar: deine Ernährung. Allerdings ist es leider nicht so einfach, wie das vielfach in sehr einseitigen Ernährung Ratgebern dargestellt wird. Oft bewegen sich bestimmte Ernährungstipps oder Diäten in Bezug auf den Säure-Basen-Haushalt innerhalb eines sehr engen Rahmens und berücksichtigen nur die Frage: Ist ein Lebensmittel als sauer oder basisch zu werten? Das ist aber zu kurz gedacht. Denn abgesehen davon spielen noch viele andere Faktoren eine Rolle dabei, wie dein Körper manche Nahrungsmittel verstoffwechselt. Denn: Jeder Körper ist individuell. Um das zu verstehen, hier ein Beispiel: Ist Joggen eine gute Sportart? Nun – was sagst du? Ich sage: Es kommt darauf an. Je nachdem, welche Voraussetzungen du mitbringst, kann Joggen gut für dich sein, oder eben nicht. Wenn du normal gewichtig und fit bist, dann ist Joggen gut für dich. Wenn du viel Übergewicht hast und bisher nicht ans Sporttreiben gewöhnt bist, dann belastet das Joggen deine Gelenke und du darfst dich keinesfalls damit überfordern. Auch wird ein übergewichtiger Mensch durch Sport rasch abnehmen. Ein normal gewichtiger wird eher langsam Gewicht verlieren.

Warum gerät der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht?

Deshalb gibt es auch beim Säure-Basen-Haushalt keine pauschale Antwort auf die Frage: Welche Ernährung bringt ihn bei dir persönlich ins Gleichgewicht? Das hängt nämlich von sehr vielen Faktoren ab. Alles, was deinen Stoffwechsel beeinflusst, hat auch Auswirkungen auf das Säure-Basen-Gleichgewicht in deinem Körper. Und im Übrigen verfügt dein Körper über ein ausgeklügeltes Puffersystem, welches Säuren und Basen im Gleichgewicht hält.

Trotzdem: Es ist nicht verkehrt, sich mit dieser Thematik zu befassen. Denn auch ein grundsätzlich gesunder Körper kann aus dem Gleichgewicht geraten. Das kann durch permanent ungünstige Ernährung genauso passieren wie durch mangelnde Bewegung und zu viel permanenten Stress. Wie es grundsätzlich um den Säure-Basen-Haushalt bestellt ist, kannst du über den pH-Wert erfahren. Weil dieser aber an verschiedenen Stellen deines Körpers in gesundem Zustand sehr unterschiedlich ist, musst du wissen, wo welcher Wert normal ist und was ihn beeinflusst.

Aufschluss über Säure-Basen-Haushalt gibt der pH-Wert

Woher weißt du, wie es um deinen Säure-Basen-Haushalt ganz generell bestellt ist? Der Arzt erkennt den Zustand deines Säure-Basen-Haushalts über den pH-Wert des Blutes. Bei den Blutgaswerten sind hier unter anderem von Bedeutung: der Sauerstoff (O2), das Kohlendioxid (CO2), der Basenüberschuss (BE) und Bicarbonat (HCO3). Diese Werte geben einen Überblick über die Funktion der Organe Lunge, Herze und die sogenannten Puffersysteme.

Die Toleranz beim pH-Wert des Blutes ist gering. Von “Übersäuerung” oder “Azidose” spricht der Arzt in Zusammenhang mit dem pH-Wert des Blutes bei einem Wert von weniger als 7,36. Ab 7,44 ist der pH-Wert des Blutes basisch, dann spricht der Arzt von Alkalose. Weil eine im Blut feststellbare Übersäuerung tatsächlichen Krankheitswert hat, kommen hierbei auch schulmedizinische Fragen ins Spiel, bei denen du nicht in Eigenregie herumexperimentieren solltest. Denn eine akute Azidose tritt beispielsweise bei Diabetes auf oder in Zusammenhang mit Nierenschädigung.

Bestimmt hast du schon davon gelesen, dass du deinen Säure-Basen-Haushalt auch mit einem Urintest überprüfen kannst. Aber: Zuverlässig ist dieser pH-Test über den Urin nicht. Denn: Der pH-Wert des Urins unterliegt einer natürlichen Schwankung zwischen etwa 5 und 8. Deshalb müsstest du zum einen über einen längeren Zeitraum mehrmals täglich den Urin kontrollieren, dazu immer dasselbe zu dir nehmen, um die Werte vergleichbar zu machen. Auch darf keine Grunderkrankung mit Nierenbeteiligung vorliegen. Zudem können bei zu basischem Urin ganz unterschiedliche Ursachen dafür infrage kommen – die Deutung des Ergebnisses ist also für einen Laien eher schwierig. Diese Methode ist nur bedingt geeignet, um den Säure-Basen-Haushalt zu kontrollieren.

Was sind die Symptome von Übersäuerung?

Bestimmte Symptome als “Symptome von Übersäuerung” zu definieren ist eigentlich nicht ganz korrekt. Im Grunde sind die Symptome, die durch ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts entstehen, eher die Symptome des in der Folge nicht mehr korrekt funktionierenden Stoffwechsels – und die manifestieren sich an unterschiedlichen Körperregionen aufgrund nachgeschalteter Reaktionen innerhalb deines Organismus. Die überschüssige Säure stammt bei gesunden Menschen aus der Nahrung, die manchmal auch gerade aufgrund eines Ungleichgewichts des Säure-Basen-Haushalts nicht mehr ideal verstoffwechselt werden kann. Hier beißt sich also ab und an wieder einmal die Katze in den Schwanz. Die Frage ist nun, inwieweit die Behandlung dieser Übersäuerung einer ganz bestimmten Ernährungsform bedarf.

Brauchen wir wirklich eine Säure-Basen-Kur oder ist das nur ein Mythos?

Der Begriff “Basische Ernährung” ist sehr populär geworden, weil die Säure in vielen Köpfen inzwischen per se als “böse” verankert ist und der Begriff “Übersäuerung” den Impuls für Gegenmaßnahmen auslöst. Die basische Ernährung verspricht, die böse Säure aus dem Körper zu verbannen und dadurch ein gesünderes Leben zu ermöglichen. Das müssen wir aber differenzierter betrachten. Denn wieder einmal geht es um die Ausgewogenheit und die Individualität jedes einzelnen Körpers. Ist also die “Basische Ernährung” ein guter Tipp?

Körpereigene Puffer halten Säuren und Basen im Gleichgewicht

Nun, das Wunderwerk Körper hat für das Funktionieren aller biochemischen Prozesse einen sehr wirkungsvollen Mechanismus entwickelt, um ungünstige Schwankungen des pH-Wertes auszugleichen. Der wichtigste Puffer ist das Kohlensäure-Bicarbonat-System. Auch die Phosphoproteine und der Blutfarbstoff Hämoglobin können Säuren abfangen und später über Lunge und Niere wieder abgeben. Der Mechanismus mit dem Bicarbonat funktioniert so: Sie binden die Wasserstoff-Ionen der Säuren an ihre Bicarbonat-Ionen. Das neutralisiert die Säuren. Am Ende zerfallen sie wieder zu Wasser und Kohlendioxid, das ausgeatmet wird. Bei der Ausscheidung über die Nieren werden die Säuren ebenfalls gepuffert, und zwar durch Bicarbonat, Ammoniak sowie Carbonat- und Citratverbindungen. Auch über Darm und Haut werden Säuren neutralisiert. Den größten Anteil schafft allerdings die Atmung aus dem Körper.

Deine Nahrung – egal, ob basisch oder sauer – gelangt zunächst in den Magen. Dort bildet die Schleimhaut Salzsäure und Bicarbonat. Während die Salzsäure ins Mageninnere abgegeben wird, gelangt das Bicarbonat teilweise über das Blut zur Bauchspeicheldrüse. Das ist wichtig, um später die Salzsäure zu neutralisieren, wenn der Speisebrei in den Darm gelangt. Wenn du gegessen hast, ist also vorübergehend eine hohe Konzentration von Bicarbonat im Blut die Folge, die sogenannte “Basenflut”. Dabei geht es nun also zunächst einmal nicht darum, was genau du gegessen hast, sondern um die Magensäure, die grundsätzlich bei der Nahrungsaufnahme gebildet wird. Wenn genug Magensäure vorhanden ist, um die Nahrung zu zersetzen, dann ist schon viel für deinen Stoffwechsel gewonnen. Wenn diese Magensäure auch entsprechend abgebaut wird, dann funktioniert alles prima.

Akute Azidose kommt nicht von der Ernährung

Eine latente Übersäuerung, die sich mit einer deutlichen Entgleisung des pH-Wertes im Blut manifestiert, heißt akute metabolische Azidose. Dieser Zustand ist krankhafter Natur und wird bei einem gesunden Menschen ohne Grunderkrankungen nicht vorkommen. Selbst, wenn du dich ungesund ernährst, also viel Fleisch und kaum Obst oder Gemüse zu dir nimmst, kann das Puffersystem deines Körpers dagegen angehen. Eine Azidose tritt nur auf, wenn der Stoffwechsel krankhaft gestört ist, etwa bei Diabetes oder einer Niereninsuffizienz. Dann können die Puffersysteme des Körpers derart überlastet sein, dass die Folgen lebensbedrohlich werden können.

Wirken bestimmte Lebensmittel wirklich sauer oder basisch?

Ist denn nun etwas dran an der Behauptung, dass bestimmte Lebensmittel sauer oder basisch wirken – und beeinflusst das mein Wohlbefinden? Meine Antwort ist ein klares Jain. Denn unter dem Strich solltest du diese Frage nicht isoliert betrachten.

Warum? Ganz einfach: Dein Organismus ist ein ausgeklügeltes System, das vom fein abgestimmten Zusammenspiel aller Funktionen profitiert. Wenn dein Stoffwechsel nun nicht so perfekt funktioniert, beeinflusst das die Art, wie dein Körper ein Lebensmittel verwertet. Per se zu behaupten, basische Ernährung bringe deinen Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht, ist deshalb irreführend.

Nun gibt es neben den Säuren, die das Bicarbonat-Puffersystem über die Lunge beseitigen kann, auch Säuren, die nicht über die Atmung abgegeben werden können. Diese Säuren sind das Stoffwechselendprodukt von schwefel- und phosphorhaltigen Verbindungen. Speziell in Lebensmitteln mit hohem Eiweißgehalt kommen diese Verbindungen vor: Neben Fleisch, Fisch und Milchprodukten haben auch Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte einen hohen Gehalt an solchen Verbindungen. Phosphor ist in verarbeiteten Wurstwaren enthalten oder auch in Softdrinks wie beispielsweise Cola.

Basische Lebensmittel sind mineralstoffreich

Kräuter, Gemüse, Obst und Kartoffeln: Diese Lebensmittel gelten als basisch. Der Clou bei der basischen Ernährung ist im Grunde aber nicht allein die Tatsache, dass sie nicht säurebildend, sondern dass diese Lebensmittel in der Regel reich an Mineralstoffen sind. Mineralstoffe sind wichtig für deinen Körper, denn nur wenn sie in ausreichender Menge vorhanden sind, funktioniert dein Stoffwechsel gut. Nun könntest du sagen: Okay, dann ist die basische Ernährung genau das Richtige für mich! Aber: Es kommt auf das Maß an. Denn wenn du fortan ausschließlich basische Lebensmittel zu dir nimmst, fehlen dir andere lebensnotwendige Bausteine für einen funktionierenden Körper. Dabei musst du unbedingt deine Gesamtsituation im Auge haben. Wie ist es um deinen Körper bestellt? Bist du normal- oder übergewichtig? Hast du bereits Probleme, eventuell mit den Knochen, mit latenten Entzündungen, eine chronische Grunderkrankung? Ist deine Darmflora gestört, was zur Folge hat, dass du bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgst oder wichtige Bestandteile der Nahrung nicht vom Körper aufgenommen werden können?

Der Schlüssel liegt also nicht in einer ausschließlichen Ernährung mit basischen Lebensmitteln, sondern in der Ausgewogenheit und der Qualität der Lebensmittel. Wie so eine Ernährung aussieht, kannst du auf meiner Seite “Ausgewogene Ernährung – So isst du gesund” nachlesen.

Reicht ausgewogene Ernährung aus?

Ernährung ist das Eine. Was allerdings ebenso großen Einfluss auf deinen Körper und seine Funktionen hat, ist Stress. Wenn dein Körper sich dauerhaft im Alarmzustand befindet, du ständig unter Strom stehst und deshalb die entsprechenden Hormone in deinem Körper ausgeschüttet werden, dann ist Vorsicht geboten. Denn die Hormone regeln beispielsweise den Glukosebedarf im Gehirn, sie signalisieren dir, dass du Nachschub brauchst, verleiten dich zu Fressattacken und beeinträchtigen den natürlichen Abbau von schädlichen Stoffen. Besonders heimtückisch dabei ist latenter Stress durch dauerhafte Reizüberflutung. Bildschirmarbeit, Smartphone, Social Media und ständige Erreichbarkeit erzeugen diesen latenten Stress, dessen Level zwar niedriger ist als in einer akuten Gefahrensituation. Aber weil er nie aufhört, hat dein Körper keine Chance, zu einem gesunden entspannten Zustand zurückzukehren. In der Folge kann dadurch mitunter auch die gesündeste Ernährung nichts mehr ausrichten, denn die Nährstoffe kommen überhaupt nicht mehr dort an, wo sie gebraucht werden.

Dauerhafter Stress bringt Körperfunktionen durcheinander

Du siehst: Für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist ein funktionierender Stoffwechsel entscheidend – und andersherum bringt ein gestörter Säure-Basen-Haushalt den Stoffwechsel noch mehr durcheinander. Wenn der Stoffwechsel nicht durch eine Grunderkrankung gestört ist, die unter Umständen schulmedizinischer Behandlung bedarf, kannst du deinen Organismus mit der richtigen Ernährung und zugleich regelmäßigen Entspannungsphasen gut unterstützen, um gesund zu bleiben. Eine große Rolle spielt dabei dein Darm. Wenn du ihm gute Nahrungsmittel zuführst, die Verdauung & Ausscheidung nicht durch Stress aus dem Tritt bringst und dich ein wenig bewegst, kann dich das dauerhaft fitter machen.

Das geht aber nur, wenn du dich mit deinem Körper beschäftigst und herausfindest, was er braucht. Die gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Ruhephasen und Bewegung entscheidet über den Erfolg. Mache dir aber bei allem bewusst: Nur durch langsames Herantasten kannst du für dich erkennen, wie dein Körper reagiert und was ihm guttut. Übernimm dich nicht beim Sport, Nahrungsumstellung oder Veränderungen in deinem Lebensstil. Jede Veränderung kann gut für dich sein, dich aber auch überfordern und durch zu viel hausgemachten inneren Druck oder falschen Ehrgeiz in Stress ausarten und scheitern. Wie du in kleinen Schritten nach und nach mit Biohacking deine Lebensweise gesünder gestalten kannst, erkläre ich dir zum Beispiel auf der Seite “Biohacking – Die Grundlagen”.

Noch mehr spannende Details zum Thema Säure-Basen-Haushalt erfährst du übrigens auch in meiner Podcast Folge “Der Säure-Basen-Haushalt – Ein Mythos?”, in der ich mich mit Christian Dittrich-Opitz unterhalten habe.

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