Detox, Entschlacken und Entgiftungskuren: Befreie Deinen Körper vor Umweltgiften

 

Wir leben in einer toxischen Umwelt. Heute sind wir mehr denn je einer Vielzahl an Umweltgiften ausgesetzt. Für eine optimale Gesundheit solltest Du diese Gifte und deren Quellen kennen. Sobald Dir die Zusammenhänge klar werden, hast Du die Grundlage geschaffen, um diese Gifte zu vermeiden und aus Deinem Körper auszuleiten.

 

Eine Reihe von Entgiftungsstrategien helfen Dir dabei, jene Gifte loszuwerden, die Du bereits im Körper hast. Entgiftung ist der Schlüssel um gesund zu bleiben und Krankheiten vorzubeugen.

 

Erfahre in diesem Artikel, wie Du Deinen Körper wirkungsvoll entgiften kannst.

 

Der Artikel im Überblick:

 

Was ist Entgiftung?

 

Mit Entgiftung bezeichnet man Strategien und Protokolle, die dem Körper dabei helfen, bestimmte Giftstoffe auszustoßen. Im Volksmund ist dabei auch von dem synomym verwendeten Wort Entschlackung oder dem Modebegriff “Detox” die Rede.

 

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren haben dazu geführt, dass wir heutzutage in großem Maße giftigen Stoffen ausgesetzt sind. Für eine optimale Gesundheit ist es daher wichtig zu wissen, was die Ursachen von Umweltgiften sind und wie wir sie ausleiten können.

 

Schwermetalle finden sich in der Nahrung, in der Luft und im Wasser. Toxine wie PCB’s und Dioxine lauern z.B. im Fleisch und in der Luft. Weichmacher wie Phthalate sind ebenfalls in vielen Nahrungsmitteln allgegenwärtig und finden sich in vielen Haushaltsprodukten aus Kunststoff.

 

Flammschutzmittel sind oft in den Wänden der eigenen Wohnung und im Büro verarbeitet. Industrielles Fleisch ist mit Antibiotika und Hormonen belastet. Herkömmliche Lebensmittel enthalten oftmals Glyphosat.

 

Unsere Ausscheidungsmechanismen sind dieser Flut an Giften aller Art vielfach nicht mehr gewachsen. Die Gifte lagern sich im Körper ab und schädigen uns nachhaltig.

 

Um Dich gesund zu halten, solltest Du gezielte Maßnahmen ergreifen, damit Dein Körper so wenig wie möglich diesen Umweltgiften ausgesetzt wird. Die Gifte, die sich über all die Jahre in Dir angesammelt haben, kannst Du mit einer passgenauen Entgiftungsstrategie loswerden.

 

Diesen Giften bist Du ausgesetzt

 

Quecksilber

Quecksilber entgiften

 

 

 

 

Quecksilber führt die Liste der toxischsten Schwermetalle an oberster Stelle an. Die gesundheitsschädlichen Auswirkungen dieses chemischen Elements sind dabei so unspezifisch, dass förmlich jede Krankheit mit Quecksilber in Verbindung gebracht werden kann.

 

Wo immer es sich im Körper ablagert, richtet es unmittelbar Schaden an. Mittlerweile wurde erkannt, dass Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Hashimoto mit Quecksilber in Verbindung stehen.

 

Dabei hat sich herausgestellt, dass unser Körper nie seine eigenen, gesunden Strukturen angreift, sondern nur jene, die mit Giften wie Schwermetallen und allen voran Quecksilber belastet sind. Der Körper erkennt quecksilberbelastete Zellstrukturen oder eigene Proteinverbindungen als feindlich an und bekämpft sich selbst mittels seines eigenen Immunsystems.

 

Quecksilber befindet sich in Amalgamfüllungen, sowie im Leitungswasser, das in Klärwerken aufbereitet wurde und in schadstoffbelasteter Luft, insbesondere in den Emissionen von Kohlekraftwerken.

 

Eine besonders prominente Quelle für Quecksilber und viele weitere Giftstoffe sind Fische. Große Meerestiere, die am Ende der Nahrungskette stehen, wie der Thunfisch, Schnapper oder Butterfisch sind deutlich stärker mit Quecksilber belastet als beispielsweise Sardinen, Sardellen, Heringe oder Sprotten.

 

Das Umweltbundesamt hat daher folgende Warnung ausgesprochen:

 

„Zum Schutz dieser Spitzenprädatoren hat die Wasserrahmenrichtlinie für Quecksilber eine Umweltqualitätsnorm von 20 Nanogramm pro Kilogramm Fisch festgelegt. Fast alle Fische in Deutschland überschreiten diesen Wert.“ (1)

 

Eine Liste der Quecksilberbelastung von Salz- und Süßwasserfischen findest Du unter diesem Link. (2)

 

Viele Fische sind mit organischem Methylquecksilber belastet. Diese hochgiftige Substanz gilt als besonders kritisch für unsere Gesundheit, weil es sich überall im Körper ablagern kann. Es ist in der Lage die Blut-Gehirn-Schranke zu überschreiten und dringt in die Gebärmutterwand ein.

Quecksilber ist ein starkes Nervengift für den Menschen und kann bereits bei Ungeborenen neuronale Schäden anrichten. Hinzu kommt noch, dass die Mutter ca. 60% ihrer Schwermetallbelastung an das ungeborene Kind weitergibt.

 

Daher sind gerade Erstgeborene besonders belastet und haben oft ihr Leben lang eine schlechtere Gesundheit im Vergleich zu ihren jüngeren Geschwistern. Eine effektive Entgiftung ist daher eine wichtige vorbereitende Maßnahme, wenn ein Kinderwunsch in Planung ist.

 

Du kannst Deine Quecksilberbelastung mittels eines Mobilisationstestes ermitteln. Das Quecksilber kann in den Haaren, im Urin, im Stuhl und im Blut nach Mobilisation nachgewiesen werden. (3)

 

Aluminium

 

Die Konzentration von Aluminium in Luft, Wasser, Boden, Tieren, Pflanzen und zuletzt auch im menschlichen Organismus ist in den letzten Jahrzehnten erheblich angestiegen. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

 

Emissionen aus Industrieanlagen sind ebenso verantwortlich wie zahlreiche Haushaltsprodukte, die Aluminium enthalten. Besonders Deodorant enthält bedenkliche Mengen davon. Daher sollten solche Produkte bevorzugt werden, die ohne Aluminium auskommen, wie z.B. dieses hier.

 

Das meiste Aluminium gelangt jedoch über die Luft in unseren Organismus. In der Atmosphäre finden sich immer mehr Nanopartikel aus Aluminiumhydroxid, die durch Aerosole und vielen anderen Verbindungen in die Atmosphäre gelangen.

 

In Zukunft könnten wir diesen schädlichen Verbindungen noch mehr ausgesetzt werden. Durch das Versprühen von aluminiumhydroxidhaltigen Aerosolen in hohen Luftschichten soll der Klimaerwärmung entgegengewirkt werden. (4)

 

Auch durch Impfungen gelangt Aluminium in den menschlichen Körper. Die giftige Metallverbindung dient dabei als Konservierungsmittel. Früher wurde dafür überwiegend Quecksilber verwendet. Wir bekommen unsere Dosis Gift quasi schon mit in die Wiege gelegt.

 

Aluminium wirkt neurotoxisch, da es die Nervenstrukturen angreift. Aus diesem Grund steht Aluminium in Verdacht, Demenzerkrankungen wie Alzheimer und Parkinson oder ADHS und Autismus auszulösen. (5)

 

Darüber hinaus geht Aluminium fatale Wechselwirkungen mit Quecksilber und dem ebenfalls giftigen Glyphosat ein.

 

Glyphosat ist als das Breitband-Herbizid Roundup von Monsanto berüchtigt. Neben seinen zahlreichen anderen schädlichen Wirkungen sorgt es dafür, dass Aluminium die Blut-Gehirn-Schranke leicht überwinden kann. Im Gehirn angelangt, richtet es dort neuronale Schäden an.

 

Dioxin und PCB

Seveso Gift

Dioxin ist eine Sammelbezeichnung für bestimmte polyhalogenierte Derivate des Dibenzodioxins mit toxischer Wirkung. Sie sind Nebenprodukte von industriellen Verarbeitungsprozessen, bei denen Chlor- und Kohlenstoffverbindungen verbrannt werden.

 

Es gibt insgesamt 210 Arten von Dioxinen, die größtenteils extrem giftig wirken. Das bekannteste Dioxin ist das sogenannte Seveso-Gift (2,3,7,8 Tetrachlordibenzodioxin), das bei einem Chemieunfall 1976 in der gleichnamigen italienischen Stadt ausgetreten ist.

 

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen, die ebenfalls zum „dreckigen Dutzend“ der zwölf gefährlichsten organischen Giftstoffe zählen.

 

Die 209 bekannten PCB-Verbindungen wurden bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, als Hydraulikflüssigkeit sowie als Weichmacher in Lacken und Kunststoffen verarbeitet.

 

Obwohl PCB in Deutschland verboten ist und Dioxin mittlerweile strenger kontrolliert wird, ist das Problem nicht aus der Welt geschaffen. Da Dioxine und das dioxinähnliche PCB eine Halbwertszeit von mehreren Jahrzehnten hat, sind unsere Umwelt, die Luft und zahlreiche Gewässer immer noch stark belastet.

 

Das Gift findet sich unter anderem auch im Fettgewebe von Fischen und Säugetieren. Werdende Mütter geben einen Großteil der Dioxinbelastung, wie bei anderen Schwermetallen an das Kind über die Plazenta und die Muttermilch ab. Es ist ein weltweites Phänomen, dass überall Spuren von Dioxin und PCB in der Muttermilch nachgewiesen werden.

 

Der Grenzwert für Erwachsene liegt bei 1pg (Pikogramm) pro kg Körpergewicht.

 

Das Umweltbundesamt nimmt dazu wie folgt Stellung: „So lag zum Beispiel 1998 die Dioxinaufnahme bei einem Säugling, der in den ersten vier Monaten gestillt wird, bei täglich durchschnittlich 57pg I-TEQ pro kg Körpergewicht. Noch im Alter von elf Jahren hatten bei Untersuchungen in Baden-Württemberg gestillte Kinder etwa 20 Prozent mehr Dioxin im Blut als nicht gestillte Kinder (4. Bericht AG Dioxine, BMU 2002)“ (6)

 

Mit anderen Worten: Es handelt sich um die 57-fache Menge des Höchstwertes. Vor allem Frauen, die einen Kinderwunsch hegen, sollten zum Wohle ihres neugeborenen Kindes ihren Körper von Dioxin und PCB entgiften.

 

Sie sind nicht nur Nervengifte, sondern schädigen zudem das Immunsystem, das endokrine System bzw. den Hormonhaushalt und führen zu Fruchtbarkeitsstörungen.

 

Pestizide und Herbizide

 

Das bekannteste und weltweit am meiste verwendete Herbizid ist Glyphosat, das Monsanto unter dem Namen Roundup vermarktet. Die Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels besteht darin, die Nutzpflanzen derart genetisch zu verändern, dass sie als einzige nach dem Besprühen nicht absterben. Das ist wirkungsvoll und zugleich auch sehr beängstigend.

 

Hinzu kommt, dass das Mikrobiom des ohnehin schon verarmten Bodens eliminiert wird, welches eigentlich mit unserem eigenen Mikrobiom (Darmflora) im Austausch stehen sollte.

 

Das Glyphosat gelangt über alle Produkte der konventionellen Landwirtschaft in unseren Körper. Da die Tiere in der konventionellen Landwirtschaft mit Getreide gefüttert werden, das ebenfalls mit Roundup behandelt wurde, ist durch den Glyphosatanteil im Fettgewebe der Tiere die Konzentration dieses Giftes um ein Vielfaches erhöht.

 

Mein Tipp an dieser Stelle wäre es, auf Produkte aus der konventionellen Landwirtschaft zu verzichten, die ohnehin den Planeten in vielfacher Hinsicht verarmen lassen und gefährden.

 

Schimmelpilze

 

Schimmelpilze produzieren sehr gefährliche Gifte, wenn sie in geschlossenen Räumen auftreten, oder durch verdorbene Nahrungsmittel in unseren Körper gelangen.

 

Die Mykotoxine können Asthma, Allergien, Lungenentzündungen und eine höhere Infektanfälligkeit zur Folge haben. Auch eine bestehende Borreliose kann durch Schimmelpilze virulenter werden. Dabei werden die Leber und die Lunge angegriffen.

 

Es ist unbedingt erforderlich, den Schimmel radikal aus Räumen zu entfernen, in denen man sich länger aufhält. Sämtliche Schimmelpilzherde im Wohn- und Arbeitsbereich müssen daher fachgerecht und gründlich beseitigt werden.

 

Mitunter kann die eine sehr kostspielige Angelegenheit werden. Nicht selten bleibt als letzter Ausweg nur der Umzug oder der Abriss, um die Gesundheit nicht weiter zu gefährden.

 

Nahrungsmittel sind eine weitere, häufige Quelle von Mykotoxinen. Nicht nur Brot, Obst oder Gemüse schimmelt schnell. Die Schimmelpilzbelastung ist in bestimmten Produkten zuweilen sehr hoch, ohne dass es auf den ersten Blick auffallen mag. Dazu gehören unter anderem Kaffee, Kakao und Nüsse. Mittlerweile gibt es einige Produkte auf dem Markt, die explizit auf Mykotoxine getestet sind und frei von Schimmelbelastung sein sollten. Hier findest Du Links zu schimmelpilzfreiem Kaffee, Kakao und Nüssen.

 

Egal, ob wir den schädlichen Pilzsporen über Luft oder unsere Nahrung ausgesetzt sind:

Die schädliche Wirkung von Schimmelpilzen auf unsere Gesundheit ist nicht zu unterschätzen. Auch wenn es sich bei dieser Gefahr um ein „natürliches Lebewesen“ handelt.

 

Blei

 

Der hohe Bleigehalt in Luft und Boden stammt in erster Linie aus der verarbeitenden Industrie und der Verbrennung von Kohle. Bis in die 1990er Jahre war Benzin mit Blei versetzt, um die Klopffestigkeit des Treibstoffs zu erhöhen.

 

Das Blei gelangt als Staub in die Atmosphäre und wird entweder direkt eingeatmet oder legt sich durch den Niederschlag auf den Boden nieder. Von dort gelangt es dann über den Nahrungskreislauf in unseren Körper. Die krebserregende Wirkung von Blei ist erwiesen. (7)

 

Kinder sind wieder einmal besonders betroffen. Ihr Körper nimmt über den Darm etwa 50% des Bleis auf, mit dem sie in Kontakt kommen. Bei Erwachsenen sind es gerade einmal 10%. Auch bei Blei müssen Schwangere besonders aufpassen. Die Gebärmutter ist sehr durchlässig für dieses giftige Schwermetall. Gerade das erstgeborene Kind ist einer großen Menge an Blei ausgesetzt, dass sich über Jahre im Körper der Mutter angesammelt hat.

 

Das Blei schädigt die Nieren, die Leber und das Nervensystem. Blei führt darüber hinaus zu Lern- und Gedächtnisstörungen. Am Ende lagert sich das Schwermetall im Fettgewebe und vor allem in den Knochen ab. Das Blei aus den Knochen auszuleiten ist ein aufwendiger Prozess, der Jahre dauern kann.

 

Jetzt erklärt es sich auch, wenn umgangssprachlich von “bleierner Müdigkeit” und “Blei in den Knochen” die Rede ist. Zu den weiteren Symptomen eine schleichende Bleivergiftung zählen Anämie, Impotenz, Epilepsie, Schlaflosigkeit, Osteoporose, Multiple Sklerose, ADHS, Hyperaktivität, Nebennierenschwäche und viele weitere Krankheiten.

 

Entgiftet der Körper nicht von alleine?

 

Ja und nein. Der Körper hat durchaus verschiedene Selbsthilfemechanismen, um mit Umweltgiften alleine fertig zu werden. Schließlich sind wir seit je her gewissen Giften ausgesetzt, die in der Natur vorkommen. Schwermetalle wie Blei sind natürliche Elemente, die sich im Boden befinden. Auch bei Vulkanausbrüchen treten große Mengen an giftigen Gasen aus.

 

Doch erst seit der industriellen Revolution sind wir einer Vielzahl von Umweltgiften ausgesetzt. Heute gibt es zahlreiche chemische Verbindungen, die hochgradig toxisch sind und früher völlig unbekannt waren.

 

Wer permanent Umweltgiften ausgesetzt ist, überfordert seinen eigenen Schutzmechanismus mit der Aufgabe, die toxische Wirkung zu neutralisieren. Daraus entstehen zahlreiche chronische Krankheiten, auf welche die Schulmedizin nicht immer die passenden Antworten hat.

 

Letztendlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, möglichst wenig Umweltgifte in sich hineinzulassen. Zugleich solltest Du dafür sorgen, dass Du Dich bestmöglich von den Giftstoffen befreist, die sich über Jahrzehnte in Dir angesammelt haben.

 

Im Folgenden zeige ich Dir, wie Du erfolgreich Deinen Körper entgiften kannst.

Entgiftungsstrategien

 

Ich möchte Dir hier einen Einblick in einige der bekannten Entgiftungsstrategien geben – ohne dabei den Anspruch zu haben, eine allumfassende Liste zu erstellen, die sämtliche Umweltgifte umfasst. Die Entgiftungsprotokolle sind nur in den Grundzügen skizziert und werden sich nicht im Detail verlieren.

 

Beachte dabei, dass Entgiftungsmaßnahmen durchaus auch gesundheitliche Schäden anrichten können. Informiere Dich daher bitte gezielt weiter, bevor Du Dich für eine Strategie entscheidest und vertraue Dich einem Mediziner oder anderen Experten an.

 

Chlorella

Quecksilber entgiften

Ich möchte Dir hier stellvertretend das Protokoll von Dr. Klinghardt vorstellen.

Dieses Protokoll darf auf keinen Fall eingesetzt werden, wenn Du noch einen Zahnersatz hast, der Amalgamfüllungen enthält.

 

  1. Mineralstoffmangel beheben. Die Schwermetalle docken an genau den Stellen im Körper an, an denen uns lebenswichtige Mineralien fehlen. Am besten führst Du beim Arzt eine Laboranalyse durch, der einen möglichen Mineralstoffmangel aufdeckt. Ernähre Dich stets nährstoffreich. Nahrungsergänzungsmittel, die Mineralstoffe enthalten sind hilfreich. Sie sollten eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen, sondern ergänzen. Der Antagonist (Gegenspieler) zu Quecksilber ist Selen. Decke Deinen täglichen Bedarf von 200µg über Nahrungsmittel ab, die viel Selen enthalten. Das Spurenelement findet sich in Eiern, Fischen und Nüssen. Selen kann auch als vorbereitende Maßnahme zur Entgiftung in Kapselform eingenommen werden.

 

  1. In den ersten 2-4 Wochen wird die Nieren- und Blasenfunktion aufgebaut. Dazu wird Goldrutentinktur (Solidago) verwendet.

 

  1. Danach sollte über einen Zeitraum von zwei Monaten Chlorella Pyrenoidosa eingenommen werden. Die empfohlene Dosis sind fünf Gramm, eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit verabreicht. Chlorella vermischt sich mit dem Speisebrei und absorbiert Schwermetalle und somit auch Quecksilber durch die Darmwand aus dem Blut.

 

  1. Ab der neunten Woche werden Schwermetalle im Bindegewebe mobilisiert. Dazu werden fünf Minuten vor dem Essen 20 Tropfen Bärlauchtinktur eingenommen. Weiterhin sollte auch das Chlorella wie in Punkt 3 beschrieben eingenommen werden. Das Bärlauch nimmst Du im wöchentlichen Wechsel ein – soll heißen, in Woche 9 mit Bärlauch, in Woche 10 ohne, Woche 11 mit und Woche 12 wieder ohne. Solltest Du Dich dabei schlecht fühlen, kannst Du weniger Bärlauchtropfen nehmen oder den Chlorella-Anteil erhöhen.

 

Ab Woche 13 fängst Du an, zusätzlich zu der Bärlauchtinktur noch eine Koriandertinktur einzunehmen. Koriander öffnet die Schleusen der Zellen und mobilisiert somit das Quecksilber aus ihnen heraus. Daher ist es wichtig, das Blut und das Bindegewebe vorab von Quecksilber zu befreien, wie in den Punkten 3 und 4 beschrieben. Andernfalls verlagerst Du das Quecksilber IN DIE ZELLE. Mit dem Koriander solltest Du langsam und vorsichtig beginnen. Wenn Du Kopfschmerzen bekommst, Dir schwindelig wird und dabei merkst, dass Deine Gedächtnisleistung leidet, bedeutet das, dass Du sehr viel Quecksilber mobilisiert hast. Man spricht dabei von dem sogenannten Herxheimer-Effekt. Du kannst den Anteil an Koriander langsam steigern, bis Du 1-2 Pipetten pro Mahlzeit gut verträgst.

 

Als ich angefangen habe Koriander zu nehmen, fühlten sich 20 Tropfen Koriander an, als hätte ich Drogen genommen, die mein Bewusstsein trüben. Mittlerweile vertrage ich zwei Pipetten (ca. 40 Tropfen) ohne etwas zu merken.

 

Aluminium entgiften

 

Der Nachweis, dass unser Körper mit Aluminium belastet ist, ist nicht einfach zu erbringen. In gewissem Maße gilt das für alle metallischen Verbindungen. Im Blut taucht Aluminium nur bei akuter Exposition auf. Im Urin ist es nachweisbar, sofern die Nierenfunktion nicht eingeschränkt ist.

 

Ausgerechnet jene Betroffenen, die eine hohe Aluminiumbelastung vermuten, haben jedoch zugleich das Problem, dass ihre Nieren nicht richtig funktionieren. Eben weil ihr Körper nicht in der Lage ist, das Gift in ausreichendem Maße über die Niere auszuscheiden. Ein Urintest, der in Bezug auf die Aluminiumbelastung negativ ausfällt, lässt zunächst einmal keine Schlussfolgerungen zu.

 

Eine aufwendige Haaranalyse kann genauere Ergebnisse bieten. Aber auch hier bedeutet ein

negatives Ergebnis nicht zwangsläufig, dass keine Belastung vorliegt. Wenn der Körper nicht in der Lage ist Gifte auszuscheiden, lagert er sie ab. Das Aluminium kann sich im Bindegewebe, in den Zellen und in den Knochen ablagern.

 

Es gibt aber noch weitere, komplexere Verfahren das Aluminium im Gewebe und den Knochen nachzuweisen. Eine umfassende Ressource zu dem Thema findest Du, wenn Du folgende Quellen im Literaturverzeichnis zu Rate ziehst. (8,9)

 

 

Aluminium und Magnesium

Um sich vor AI zu schützen, solltest Du auf deinen Magnesiumspiegel schauen und insbesondere auf das Kalzium-Magnesium Verhältnis. Aluminium lagert sich nämlich erst dann effektiv im Körper ab, wenn entweder ein Mangel an Magnesium herrscht, oder das Verhältnis von Kalzium zu Magnesium ungünstig zu Gunsten von Kalzium verschoben ist. Es sollte optimaler Weise 2:1 betrage (Ca-Mg).

Statt Magnesiumhaltigem grünen Gemüse und Pseudogetreide, werden aber vielmals Kalziumhaltige Milchprodukte konsumiert. Der Arzt kann deine Werte bestimmen. Du kannst dann entweder über die Ernährung deine Werte korrigieren oder mit Magnesiumpräparaten nachhelfen. Es gibt keine eindeutigen Studien dazu welche Art von Magnesium am besten vom Körper aufgenommen wird. Ich habe mit Magnesium Bis-Glycinat gute Erfahrungen gemacht. 300-600mg am Tag sollten es schon sein.

 

Aluminium entgiftet man mit Silizium.

 

Achtung: Aluminium nicht zusammen mit Quecksilber entgiften, da es sonst zu einer massiven toxischen Belastung durch den Synergie Effekt der beiden Gifte kommen kann.

AI lagert sich dort ab, wo es an Silizium mangelt. Eine Vollblutanalyse beim Hausarzt oder Umweltmediziner kann einen Siliziummangel zu Tage legen. Zur aktiven Ausleitung empfehle ich Enterosgel. Einen Teelöffel, dreimal am Tag zwischen den Mahlzeiten über einen ausgedehnten Zeitraum, z.B. 6 Monate. Die positiven Effekte von Entersogel sind in diesem Nato-Dokument beschrieben. (9) Auch hier immer wieder aussetzen. Eine Woche nimmst du Entersogel , die andere Woche nicht usw.

Danach sollte für eine erhöhte Siliziumaufnahme gesorgt werden. Tee aus Ackerschachtelhalm ist eine gute Quelle. Das Kraut muss über Nacht eingeweicht und dann 20 Minuten gekocht werden. Man trinkt dann ca. 1 Liter über den Tag verteilt. Man kann auch mit organischem Silizium supplementieren.

 

Blei entgiften

 

Um Blei zu entgiften kann der gute, alte Knoblauch hilfreich sein. Ob gekocht in großen Mengen oder als Kapsel eingenommen, hat Knoblauch seine entgiftende Wirkung bei Blei bewiesen.

Ansonsten ist auch das Quecksilberprotokoll weiter oben mit Chlorella und Koriander effektiv gegen Blei.

Blei kann auch mit den Chelatbildnern EDTA, DMPS und DMSA mobilisiert werden. Diese Mobilisierung sollte am Ende einer erfolgreichen Eliminierung der anderen Schwermetalle stehen und ausschließlich mit einem versierten Arzt oder Umweltmediziner gemacht werden.

Da sich Blei in den Knochen ablagert, kann es sein, dass bei einer starken Belastung der Knochen, nach einer erfolgreichen Entgiftung, die Bleiwerte immer wieder steigen. Der Grund dafür ist, dass der Körper die Knochen in einem 7 Jahre Rhythmus regeneriert. Das in ihnen gebundene Blei wird also über einen Zeitraum von 7 Jahren langsam abgegeben und muss dann über das Entgiftungsprotokoll abgefangen werden, damit es nicht zu einer erneuten Ablagerung kommt.

 

Glyphosat entgiften

 

Glyphosat kann als homöopathisches Mittel angewendet werden, wodurch es sich selbst mobilisiert. Die Ausleitung erfolgt dann mit Zeolith. Zeolith ist neben Chlorella ein weiteres, gutes Bindemittel, um Toxine im Darm zu binden und zu eliminieren.

 

Das alte Lavagestein hat eine besonders hohe elektrostatische Anziehungskraft für positiv geladene Schwermetalle und Toxine wie Quecksilber, Cadmium, radioaktive Isotope und eben auch Pestizide und Herbizide wie das Glyphosat Roundup. Die feinmaschige Gitterstruktur des Zeoliths fängt dabei wie ein Filter die schädlichen Gifte ab, noch bevor diese die Leber oder die Nieren belasten können.

 

Zeolith selbst enthält oftmals ein wenig Aluminium. Um sicher zu gehen, dass kein Aluminium freigesetzt wird, solltest Du Zeolith als Klinoptilolith in Pulverform kaufen.

 

Zeolith hat darüber hinaus noch weitere positive Eigenschaften: Es trägt unter anderem zur Regeneration der Darmschleimhaut bei, stimuliert das Immunsystem, wirkt entsäuernd, hält Entzündungen in Schach und reinigt das Blut.

 

Dioxine und PCB entgiften

 

Auch bei diesen Umweltgiften hilft das Protokoll mit Chlorella, Bärlauch und Koriander. Chlorella hat darüber hinaus noch weitere phantastische Eigenschaften. Ich persönlich nehme fast jeden Tag 5-10g Chlorella etwa 30 Minuten vor jeder Mahlzeit zu mir.

 

Es ist Teil meiner Entgiftungsstrategie, welche gleichzeitig reichlich Vitamine enthält.

 

 Allgemeine Tipps zum Entgiften

 

Die Organe stärken

 

Es ist wichtig, die an der Ausscheidung beteiligten Organe schon vor einer Entgiftungskur zu stärken. Denn diese werden bei der Prozedur besonders stark belastet. Sie müssen erstmal in die Lage versetzt werden, überhaupt vernünftig entgiften zu können.

 

Niere

 

Das Beste, was man für die Nieren tun kann, ist viel hochwertiges Wasser zu trinken. Allerdings schwemmt man mit sehr viel Wasser auch Mineralstoffe aus. Eine preiswerte und zugleich wirkungsvolle Lösung ist es, ab und zu ein Glas Wasser mit Meersalz oder Himalayasalz zu trinken. Das stärkt zudem die Funktion der Nebenniere.

Ich trinke als erstes nach dem Aufstehen ein großes Glas mineralstoffreiches Quellwasser mit einem viertel bis halben Teelöffel Salz.

 

Auch selbstgemachte Getränke, die mit Weizengraspulver oder Gerstengraspulver versetzt sind, bieten sich hervorragend an, um sich mit wichtigen Vitalstoffen und Mineralien zu versorgen.

 

Als Vorbereitung für eine Entgiftungskur empfehle ich das Goldrutenkraut Solidago. Darüber hinaus können die üblichen Nieren- und Blasentees getrunken werden.

 

Leber

 

Um die Leber zu stärken, bieten sich verschiedene Methoden an:

 

Bitterstoffe: Bitterstoffe regen die Aktivität der Leber an und bewirken eine erhöhte Ausschüttung über die Galle. Löwenzahnwurzelextrakt wirkt besonders gut, wenn es vor dem Essen eingenommen wird. Löwenzahn wächst überall in der freien Natur und kostet nichts. Ich pflücke es von der Wiese und verarbeite es im Salat oder in Smoothies.

 

Mariendistel: Der darin enthaltene Stoff Silymarin schützt die Leberzellen und verstärkt deren Durchblutung. Auch die Regeneration der Leberzellen wird angeregt. Die Distel wächst überall rund um das Mittelmeer. Am einfachsten ist es, die Mariendistel in Kapselform zu sich zu nehmen. Ich empfehle, 200-400 mg Silymarin am Tag einzunehmen.

 

Artischockenextrakt: Das Extrakt von Artischockenblättern bindet Gifte in der Leber und entlastet diese damit. Außerdem wirkt Artischocke schützend und regt die Regeneration der Körperzellen an.

 

Kurkuma: Kurkuma ist ein Tausendsassa, dem ich auf jeden Fall noch einen eigenen Artikel und Podcast widmen werde. Kurkuma stärkt die Leber, schützt ihre Zellen, erhöht den Gallenausstoß und regt die Organe zur Regeneration an. Das Gewürz in selbstgekochten indischen Gerichte zu verarbeiten, um Gutes für seine Gesundheit zu tun, macht jedoch nur bedingt Sinn. Da die Bioverfügbarkeit von Kurkuma gering ist, müssen verhältnismäßig hohe Mengen eingenommen werden, um eine erwünschte Wirkung zu erzielen.

 

Ich kaufe Bio-Kurkuma frisch und esse es grammweise pur zum Essen hinzu. Ich mache mir auch gerne einen hochpotenten Killer-Cocktail der Kurkuma-Wurzeln, Ingwer, den Saft einer ganzen Zitrone, Knoblauch, Hagebuttenpulver und schwarzen Pfeffer enthält. Pfeffer erhöht die Absorptionsfähigkeit von Kurkuma um ein Vielfaches. Hinzu kommt noch ganz nach Gusto ein Schuss Kokosnussöl und was mir sonst noch gerade einfällt, wie Bienenpollen, Gelee Royal, frische Aloe Vera oder eingeweichter Lapacho. You name it!  

 

Wem dies zu aufwendig ist, kann auch auf Kurkuma-Kapseln zurückgreifen. Am besten solche, die reichlich Bioperin enthalten, was auch im Pfeffer enthalten ist und die Bioverfügbarkeit um ein vielfaches erhöht.

 

Entgiften durch Nahrungsmittel und Getränke

 

Chlorophyll: Das Chlorophyllmolekül ist fast identisch mit dem Hämoglobin, dem roten Farbstoff des Blutes. Im Inneren des Chlorophyllmoleküls sitzt ein Magnesiumion, was ihm die grüne Farbe verleiht. Das Magnesium im Chlorophyll sorgt für seine Fähigkeit, Sonnenlicht zu speichern. Beim Hämoglobin sitzt an dieser Stelle ein Eisenion.

 

Chlorophyll bringt sprichwörtlich die Sonne in uns zum scheinen und ist für sich alleine eingenommen schon ein wirksamer Biohack. Es spendet uns dabei ein Magnesiumion, dass wir gut gebrauchen können. An diese Stelle können Schwermetalle andocken.

 

Grünes Blattgemüse wirkt daher bereits mild entgiftend. Nicht nur aus diesem Grund solltest du viele grüne Lebensmittel essen. Sowohl in roher Form als Salat mit Rucola, Löwenzahn oder Spinat, als auch gekocht in Gerichten, die Grünkohl oder Brokkoli enthalten.

 

 

Schwefel: Alles was Sulfurgruppen enthält, wirkt entgiftend. Das sind insbesondere Knoblauch und Zwiebeln. Andere gute Quellen sind Brokkoli und Eier. (11)

 

Unser Körper besteht zu 0,2% aus Schwefel. Im Vergleich zu Magnesium ist dies fünfmal mehr. Schwefel spielt eine entscheidende Rolle für das Immunsystem, ist am Muskelaufbau beteiligt und stärkt Gelenke, Haut und Haar.

 

Entgegen offizieller Angaben mangelt es vielen Menschen an Schwefel. Eine gute Form die Schwefelaufnahme zu erhöhen ist organischer Schwefel, genannt MSM. Der schwefelhaltigen, chemische Verbindung DMSO habe ich einen ausführlichen Podcast gewidmet.  

 

Fazit

 

Wenn Du deinen Körper Gutes tun willst, empfehle ich dir, ihn nachhaltig zu entgiften.

Eine richtig durchgeführte Entgiftung schützt vor zahlreichen Krankheiten und trägt zur Heilung verschiedenster Symptome bei.

 

Eine Entgiftungskur ist allerdings kein Sprint, sondern ein Marathon. Die erwünschte Wirkung tritt nur dann ein, wenn Du Dein Entgiftungsprotokoll sorgfältig planst und durchhältst. Entgegen aller Marketingversprechen gibt es kein schnell wirksames Detox-Programm, bei dem dein Körper nach zwei Wochen völlig frei von Umweltgiften sein wird.

 

Die Entgiftung Deines Körper zählt zu den Grunddisziplinen des Biohackings, durch das sich Deine gesamte Zellstruktur entscheidend verbessern wird. Sehe Entgiftung als eine Lebensaufgabe.  Deine Gesundheit wird es Dir danken.

 

Bist du dabei?

 

Wie Du heute noch Deinen Körper entgiften kannst:

  • Nimm eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit 5 Gramm Chlorella ein
  • Kaufe nur noch Biogemüse und tierische Produkte aus Weidehaltung und Wildfang

 

 

 

Quellen:

 

  1. http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/haeufige-fragen-zu-quecksilber#Umwelt
  2. https://www.ages.at/themen/rueckstaende-kontaminanten/quecksilber/quecksilber-in-fisch/
  3. Https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/quecksilber/bestimmung-der-quecksilberbelastung
  4. https://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/sonnenschutz-fuer-die-erde-1.17282213
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10901330
  6. http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/dioxine#textpart-3
  7. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/9783527675135.oth1/summary;jsessionid=066AA17FD1CF708DDEB4CDFE5FEB3DD7.f02t02
  8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2782734/  
  9. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/dokumente/alu.pdf
  10. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-94-007-0217-2_21?no-access=true
  11. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1742-7843.2011.00841.x/pdf