Die Deadline rückt näher, die To-Do-Liste wird immer länger und der Stress verbreitet sich im ganzen Körper – die Folge: Die Nerven liegen blank. Das Leben ist chaotisch und voller Hindernisse und Probleme, doch das bedeutet nicht gleich den Kopf in den Sand stecken zu müssen. Schnell greifen wir nach Schokolade als sogenannte „Nervennahrung“ und das ist nicht unbedingt die beste Wahl. Die Frage ist: Welche Nahrungsmittel eignen sich wirklich als Nervennahrung und welchen Effekt haben diese Lebensmittel auf unsere Nerven? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir in diesem Artikel! 

Was ist beste die beste Nervennahrung? Top 10 Lebensmittel gegen Stress

Das klassische Nahrungsmittel, welches im Volksmund als Nervennahrung bezeichnet wird, ist sicherlich die Schokolade. Fakt ist: Schokolade eignet sich nur bedingt als Lösung für deinen Stress und als Hilfe für die Nerven. Der hohe Zuckeranteil und der Ausstoß von Serotonin helfen kurzzeitig, doch fällt der Blutzucker nach kürzester Zeit rapide ab. Nicht nur das, sondern kann ein hoher Konsum von Süßigkeiten zu mentalem Stress und einem schlechten Gewissen führen. Das Resultat ist ein Teufelsrad des Stresses. Damit du nicht in diese Situation gerätst und zu der richtigen Nervennahrung greifst, haben wir dir die besten Optionen hier aufgelistet.

Nüsse

Wenn es um die beste Nervennahrung geht, dann sind Nüsse die absolute Nummer 1. Vor allem Paranüsse haben einen hohen Anteil an wichtigen B-Vitaminen. Nicht nur das, Nüsse enthalten zudem viel Magnesium, Vitamin E und das „Nervenvitamin“ Niacin. Das macht Nüsse zu den perfekten Snacks für zwischendurch – gesund, entspannend und nährstoffreich! Allerdings enthalten sie auch viel Selen. Daher nicht mehr als 1-3 pro Tag essen.

Kakao

Zwar raten wir von Schokolade als Nervennahrung ab, doch musst du nicht ganz auf Schokolade verzichten. Setze lieber auf Kakao, sei es in Form von heißer Schokolade oder Kakao-reicher Bitter-Schokolade. Der Vorteil ist: Kakao enthält viel Magnesium und löst zugleich Serotonin aus, zudem bleibt durch den Mangel an Zucker der „Blutzucker-Crash“ aus. Achte auf möglichst reinen Kakao und verzichte darauf den Kakao mit Zucker oder anderen Süßungsmitteln zu versetzen. Auch hier nicht übertreiben, denn Kakao enthält viele Oxalate.

Bananen

Banane gefällig? Die gelbe Wunderwaffe ist neben den Nüssen eine ideale Option für Nervennahrung. Besonders wenn dir zugleich nach etwas Süßem ist, dann ist der Griff zur Banane ideal. Sie versorgt dich mit Fruchtzucker, was Energie bringt, einer guten Portion Magnesium, was beruhigend wirkt und der Aminosäure Tryptophan. Diese gilt als natürlicher Stimmungsaufheller.

Süsskartoffeln

Süßkartoffeln sollen ebenfalls beruhigend auf den Körper wirken, was an den komplexen Kohlenhydraten liegt. Diese werden nicht auf einmal im Körper verbrannt, sondern der Prozess erstreckt sich den ganzen Tag über. Neben der Beruhigung der Nerven sind die Süßkartoffeln auch noch sehr gesund und sollen den Blutdruck senken.

Quinoa

Ob in einem Salat oder als Ersatz für Reis – Quinoa lässt sich leicht in die Ernährung implementieren. Es ist reich an wichtigen Mineralstoffen (Eisen, Magnesium und Proteine) und soll, ähnlich wie der Kakao und die Bananen stimmungsaufhellend auf den Körper wirken. Demnach ist  Quinoa ebenfalls eine gute Option, wenn du auf der Suche nach einer gesunden Nervennahrung bist.

Grüner Tee

Ich habe dir bereits Kakao als mögliches Nervennahrungs-Getränk vorgestellt, doch eignet sich grüner Tee ebenfalls. Im grünen Tee ist Koffein enthalten, welches der Körper anders verarbeitet als Kaffee und dich kontinuierlich mit Energie versorgt. Kaffee eignet sich übrigens nicht als Nervennahrungs-Getränk, denn bei einem übermäßigen Kaffee-Konsum wird Unruhe und sogar Angst unterstützt.

Lachs

Diverse Fischarten helfen bei der Unterstützung deines Nervensystems, doch empfehlen wir besonders den Lachs. Der Lachs ist reich an Vitamin B2, was deine Zellen schützt und zugleich die Funktion deines Nervensystems unterstützt. Wenn du Lachs nicht magst, dann ist Thunfisch eine weitere gute Option. Es kommt allerdings nur Wildlachs in Frage, da alles andere über die Maßen mit Giftstoffen belastet ist.

Paprika

Kaum zu glauben, aber, Paprika enthält doppelt so viel Vitamin C, wie Zitronen. Und nicht nur das, denn es enthält zudem auch Magnesium und Eisen, diese beiden Mineralstoffe helfen den Körper und das Nervensystem wieder zu entspannen und beugen Ermüdungserscheinungen vor. Aus diesen Gründen eignet sich Paprika als super Snack, wenn die Nerven mal wieder verrückt spielen.

Spinat

Zwar wird dem Spinat ein hoher Anteil an Eisen nachgesagt, doch ist das nur die halbe Wahrheit. Vielmehr lässt sich im Spinat ein hoher Magnesiumgehalt finden, in Kombination mit Vitamin B6. Diese Nährstoffe unterstützen das Nervensystem und helfen dir deine Nerven zu entspannen und dem Stress entgegenzuwirken. Auch Spinat enthält sehr viel Oxalate. Daher nur gelegentlich konsumieren.

Haferflocken

Ähnlich wie bei den Süßkartoffeln handelt es sich bei Haferflocken ebenfalls um komplexe Kohlenhydrate. Diese werden vom Körper langsamer verwertet und eignen sich als besonders sättigende Nervennahrung. Idealerweise mischst du deine Haferflocken mit Nüssen und Bananen an. So wird die Nervennahrung noch effektiver und nährstoffreicher.

Was brauchst du für starke Nerven?

Eine ausgeglichene Ernährung ist das A und O für einen gesunden Körper und Geist, doch auch unser Stresslevel, kann durch ausreichend Vitamine und Mineralstoffe beeinflusst werden. Auf welche Nährstoffe du für die Gesundheit deiner Nerven genau achten solltest, erfährst du hier.

Vitamine

Vor allem die B Vitamine spielen eine wichtige Rolle in der Gesundheit unserer Nerven. Aus diesem Grund solltest du bei der Wahl deiner Nervennahrung auf den Gehalt der B-Vitamine achten. Hier erfährst du mehr über die positiven Effekte der einzelnen Vitamine: 

  • Vitamine B1: Unterstützung der Gesundheit des Nervensystems, Unterstützung der Psyche 
  • Vitamin B2: Schützt die Zellen vor Stress, unterstützt das Nervensystem, bekämpft Müdigkeit und fördert die Motivation.
  • Vitamin B6: Unterstützt die Leistungsbereitschaft und wirkt der Müdigkeit entgegen.
  • Vitamin B5: Fördert die Leistungsbereitschaft.  Vitamin B12: Fördert die Leistungsbereitschaft.
  • Biotin: Verringert Antriebslosigkeit und Müdigkeit.
  • Niacin: Wirkt stimmungsaufhellend.
  • Vitamin C: Unterstützung der Abwehrkräfte, fördert die Energie und das Wohlbefinden.

Wichtige Mineralstoffe

Nicht nur die Vitamine sind wichtig, um die Nerven zu stärken, sondern ebenfalls Mineralstoffe. Welche das genau sind und welche Vorteile diese mit sich bringen, erfährst du hier:

  • Magnesium: Unterstützung des Nervensystems, wirkt Müdigkeit entgegen, unterstützt Leistungsbereitschaft und Motivation.
  • Kalium: Verbessert die Gesundheit der Zellen.
  • Kalzium: Unterstützt die Gesundheit der Nervenzellen und verbessert die Übertragung der Signale.
  • Zink: Schützt die Zellen vor Stress.

Wie kannst du sonst noch deine Nerven stärken?

Du möchtest deine Nerven noch weiter unterstützen? Dann haben wir hier weitere Tipps für dich, die du in deinen Alltag integrieren kannst.

Genügend Schlaf

Ein guter und ausgewogener Schlaf ist nicht nur wichtig für die Regeneration des Körpers, sondern ebenfalls für die Gesundheit der Nerven. So wie auch die anderen Körperzellen, brauchen unsere Nervenzellen Zeit, um sich zu regenerieren. Ähnlich wie Leistungssportler, die ihren Körper an ihre Grenzen bringen, können auch die Nerven so stark strapaziert werden, sodass diese besonders intensiv durch Stress und Co. angegriffen werden können. Einmal ausgelaugt, dauert es umso länger, bis sich die Nervenzellen wieder erholt haben.

Extra Tipp: Zwar hat der Mittagsschlaf einen schlechten Ruf, doch ist dies absolut unbegründet. Studien zufolge ist der Mittagsschlaf gesund! Ein maximal 30-minütiges Mittagsschläfchen kann für deine Nerven wahre Wunder bewirken. Nicht nur fühlst du dich im Anschluss voller Energie, sondern zugleich steigert sich die Leistung und du hast deinen Nerven eine wohlverdiente Pause gegönnt.

Tägliche Bewegung

Die gute Nachricht ist – du musst kein Spitzensportler sein, um deine Nerven zu stärken, sondern moderate Bewegung für circa 30 Minuten am Tag, kann schon ausreichend sein. Vor allem Bewegung an der frischen Luft oder ein spaßiges Mannschaftsspiel helfen dir, einen klaren Kopf zu bewahren. Nicht nur das, denn regelmäßige Bewegung steigert das allgemeine Wohlbefinden, sodass wir den Hürden und Problemen des Lebens leichter ins Auge blicken.

Gründe für schwache Nerven

„Prävention ist die beste Medizin“ – Ein Sprichwort, welches sich ebenfalls auf das Thema Nervensystem übertragen lässt. Um schwache Nerven zu vermeiden, müssen wir zuerst feststellen, wie diese eigentlich entstehen. Hier haben wir drei typische Gründe für schwache Nerven für dich.

Sich keine Pausen gönnen

Selbst das schnellste und teuerste Auto erreicht irgendwann den Punkt, an dem der Benzintank leer ist. So steht es auch mit unserem Körper und genauer gesagt unseren Nervenzellen. Wenn wir diese tagtäglich, rund um die Uhr strapazieren, dann erreichen wir diesen leeren Benzintank. Wir sollten unseren Nerven die nötige Zeit zur Regeneration bieten, sodass wir unseren Tank wieder auffüllen und optimale Leistung bringen können.

Erziehung und Erfahrungen in der Kindheit

Als Kinder saugen wir alle Informationen auf wie ein Schwamm.

Wir kopieren unsere Eltern, nehmen Aussagen wahr und adaptieren zugleich den Lebensstil. Wenn unsere Eltern beispielsweise nach dem Motto „Nur mit harter Arbeit erreicht man seine Ziele“ oder „Pausen sind unproduktiv“ gelebt haben, dann stehen die Sterne gut, dass auch wir diese Gedankengänge adaptieren. 

Ungesunder Lebensstil

Es gibt Angewohnheiten, wie beispielsweise viel Koffein zu trinken (im Kaffee), zu rauchen oder übermäßig zu trinken, die auf Dauer die Nerven schwächen. Zwar greifen gestresste Menschen oftmals zum Alkohol oder Nikotin, doch ist dies nur eine kurzzeitige Lösung und hilft nicht die Nervenzellen zu entspannen.

Sofortmaßnahmen, um die Nerven zu beruhigen

Es hat dich erwischt? Du bist gestresst und weißt nicht mehr wo dir der Kopf steht? Du suchst nun nach einer Sofortmaßnahme, die dir in solchen Situationen helfen? Dann bist du hier genau richtig, hier haben wir die besten Sofortmaßnahmen, um deine Nerven zu beruhigen.

Atmenübungen und Meditation

Wenn wir gestresst sind, dann wird unsere Atmung schneller. Dies kann so weit gehen, dass wir in eine Schnappatmung verfallen, was zugleich das Herz schneller schlagen lässt und Stress, sowie Panik auslöst und unterstützt. Es ist daher ratsam in stressigen Situationen auf den Atem zu achten. Atmest du schneller, als in der Ruhephase? Oder ist dein Atem verkürzt? Hat sich dein Atem verschnellert oder ist er verkürzt, dann empfehlen wir auf Atemübungen oder Meditation zu setzen. Mit einem langsamen und ausgeglichenem Atmung verlangsamt sich unser Herzschlag, was entspannend und beruhigend wirkt. Eine weitere Option ist Yoga. Beim Yoga kombinieren wir die Bewegung des Körpers mit einem langsamen und ausgeglichenen Atem. Du wirst überrascht sein, wie schnell sich der Stress verabschiedet und du zur Ruhe kommst.

Sport

Regelmäßiger Sport, sei es Yoga, joggen gehen oder auch ein Workout im Fitnessstudio, bewirken wahre Wunder. Es ist nicht nur die Bewegung an sich, die deine Nerven beruhigt und zugleich stärkt, sondern sich die Zeit für dich zu nehmen. Das Herz zum Rasen zu bringen und die frische Luft einzuatmen, hilft dabei wieder einen klaren Kopf zu bekommen, sich besser zu fühlen und Stress abzubauen. Sport hilft nicht nur auf längere Zeit deine Nerven zu stärken, sondern ist es auch eine ideale „Notfalllösung“, wenn sich plötzlich Stress in deinem Leben verbreitet. Es heißt – Notbremse ziehen, Laufschuhe an und ab in den Park! Durch die Bewegung liegt dein Fokus nicht mehr auf dem Stress, genauer gesagt dem Faktor, der deinen Stress ausgelöst hat, sondern auf der Bewegung, den Atem und deinem Herzschlag.

Gesunde Nerven führen zu einem gesunden Geist!

Fakt ist: Wir können dem Stress im Leben oft nicht aus dem Weg gehen, denn ein immer schneller werdender Lebensstil, neue Möglichkeiten und der allgemeine Druck der Gesellschaft führen dazu. Aber wir können lernen damit umzugehen und die Auslöser zu erkennen. Wie wir in diesem Artikel thematisiert haben, ist es ein essenzieller Aspekt für die Gesundheit unserer Nervenzellen, sich regelmäßig Pausen zu gönnen. Diese passiven Phasen sind genauso, wenn nicht sogar wichtiger als die aktiven Phasen – Oder hast du schon mal versucht ein Auto mit einem leeren Tank zu fahren?

Wir können unseren Nervenzellen etwas Gutes tun, indem wir auf die richtigen Lebensmittel setzen, seien es Nüsse als Snack zwischendurch oder Haferflocken mit Bananen und Nüssen zum Frühstück. Integriere diese 10 Lebensmittel in deine Ernährung, um deine Nerven durch deine Ernährung optimal zu unterstützen.

Mit einem gesunden Lebensstil und den Präventionsmaßnahmen wird dich der Stress nicht so schnell aus der Bahn schmeißen!

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