Wie gesund ist eine Kältekammer wirklich?

Bei Minus 110 Grad regelrecht eingefroren werden – das hört sich alles andere als gesund an, doch ist die Kältekammer für viele Menschen die Lösung diverser gesundheitlicher Probleme. Wir haben uns die Kältekammer einmal genauer angeschaut und möchten hier die Frage klären: „Wie gesund ist eine Kältekammer wirklich?“ Finde die Lösung in diesem Artikel!

Was ist eine Kryotherapie?

Die Kryotherapie wird auch gerne als Kältetherapie bezeichnet, hierbei soll das gezielte Nutzen von Kälte-Einflüssen bei den Patienten bestimmte Beschwerden und gesundheitliche Probleme lösen oder vermindern. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und besteht aus dem Wort „Kryo“ für „Kalt“ und Therapie – einer Behandlung. Das Feld der Kryotherapie ist wirklich riesig und bewegt sich auf kleinen Anwendung, bis hin zu großen Bereichen des Körpers. Oftmals wird für die Kryotherapie ein kalter Gegenstand benutzt, der dann auf die bestimmte Körperstelle gegeben wird und so unter anderem zu einer Schmerzlinderung führen soll.

Die Kryotherapie bezeichnet die lokale Behandlung einer bestimmten Stelle. Beispielsweise hilft eine Vereisung bei der Behandlung von Warzen. Doch nicht nur das, man verwendet die lokale Kryotherapie auch sehr gerne für Akne oder diversen Verletzungen.

Es gibt auch die Möglichkeit bestimmtes Gewebe durch eine Vereisung komplett zu zerstören. Dies wird meistens chirurgisch eingesetzt. Anwendungsgebiete befinden sich hier ebenfalls im ganzen Körper, vor allem wird diese Methode bei Hautkrebs, diversen Tumoren und Narbengewebe eingesetzt. Dies erreicht der Chirurg durch eine Kryosonde mit Flüssigstickstoff. Wenn es um kleinere Anwendungsbereiche geht, gibt es verschiedene Mittel, die für die Therapie verwendet werden können. Welche das genau sind, möchten wir dir hier vorstellen.

Mögliche Mittel für eine lokale Kryotherapie:

  • Eisbeutel
  • Eisroller
  • Eisbeutel
  • Mogelpackungen
  • Kältespray
  • Kälte Wickel
  • Kälte-Gas
  • uvm.

Was passiert bei einer Ganzkörper-Kältetherapie?

Wenn wir von einer nicht lokalen Kryotherapie sprechen, dann handelt es sich hierbei um eine Ganzkörper-Kältetherapie. Wie der Name der Ganzkörper-Kältetherapie bereits vermuten lässt, wird hier der gesamte Körper der Kälte ausgesetzt. Hierbei gibt es zwei verschiedene Methoden, die wir dir hier näher vorstellen wollen.

Kältekammer

Bei der Kältekammer befindet sich der ganze Körper in einer Box, die sich zwischen Minus 70 und Minus 120 Grad abkühlt. Der Kopf befindet sich hierbei außerhalb der Box und wird nicht von der Kälte beeinflusst. Der Patient trägt lediglich Badebekleidung und Kopf, Ohren, Füße und Hände werden abgedeckt, da diese besonders kälteempfindlich sind. Der Einfluss der Kälte auf den Körper hat so eine starke und erhebliche Wirkung. Daher ist diese Behandlung maximal 3 Minuten lang. Sie kann allerdings mehrmals am Tag, genauer gesagt mehrmals die Woche je nach Belieben wiederholt werden.

Es gibt auch andere Kältekammern Anwendungen, die aus drei Kammern bestehen. Diese haben alle eine andere Temperatur und bereiten den Körper nach und nach auf eine verringerte Temperatur vor. Beispielsweise beginnt die erste Kammer bei Minus 10 Grad und die zweite bei Minus 60 Grad und schließlich Minus 110 Grad. Der Therapeut bleibt vor der Tür der Kammer stehen und kontrolliert mit einem Wärmebild Sensor die Körpertemperatur, um sicherzugehen, dass der Patient nicht zu stark herunterkühlt. Doch es hat auch noch einen zweiten positiven Effekt, denn durch den Sensor, kann der Therapeut sehen in welchen Bereichen des Körpers sich Wärme speichert. Dies kann auf eine Erkrankung, Entzündung und anderweitige gesundheitliche Beschwerden hindeuten. Auch diese Anwendung dauert nur 3 Minuten.

Eistauchbad

Das Eistauchbad ist eine „wärmere“ Methode. Die Temperaturen reichen hier vor 1 bis 12 Grad und können je nach eigenem Wunsch angepasst werden. Du kannst bei dem Eistauchbad deine Badewanne mit kaltem Wasser füllen und Eiswürfel dazugeben. Den besten Effekt auf deinen Körper und die größte Wirkung erreichst du, wenn du dich vorher in deinem Bett unter einer Decke aufwärmst und dann direkt in das Eistauchbad gehst, ohne dich vorher an die kühlere Temperatur zu gewöhnen. Dies gibt dem Körper einen regelrechten Schockzustand. Bleibe mehrere Minuten in dem kalten Wasser, trockne dich daraufhin ab und wärme den Körper wieder auf. Mache dies allerdings nicht alleine, sondern habe eine Person, am besten einen Therapeuten an deiner Seite.

Was löst die Kälte im Körper aus?

Der Körper hat verschiedene Mechanismen, wenn dieser einer geringen Temperatur ausgesetzt wird. Wissenschaftler gehen beispielsweise davon aus, dass der Körper bis Minus 70 Grad den größten Teil des Blutes in den Rumpf pumpt, um so den Körper möglichst warmzuhalten. Dies geschieht durch das sogenannte Gegenstromprinzip, indem in den Venen und Arterien das Blut gegen den klassischen Strom zurückführen. Nicht nur das, auch die Gefäße verengen sich, um möglichst wenig Wärme nach Außen hin zu verlieren.

In der klassischen Kältekammer kommt es allerdings auch zu Temperaturen von bis zu Minus 110 Grad. Hierbei reagiert jeder Körper verschieden, sodass bei der Therapie immer ein Experte dabei sein sollte, um den Effekt der Kälte auf den ganzen Körper zu kontrollieren.

Anwendungsbereiche? Wie oft sollte man die Therapie durchführen?

Eine klassische Kältekammer sollte maximal 3 Minuten genutzt werden für die ideale Anwendung. Wie oft die Therapie schließlich genutzt werden soll, kommt auf das Ziel und die Beschwerden des Patienten an, generell kannst du sie aber mehrmals am Tag angewendet werden.

Die Anwendungsbereiche sind grenzenlos. Du kannst eine Ganzkörper-Kältetherapie nutzen, wie beispielsweise in einer Kältekammer oder auch Kälte an lokalen Stellen einsetzen. Beispielsweise kannst du einen Eisroller verwenden, wenn du an Verspannungen oder Schmerzen in den Muskeln leidest. Dies ist eine schnelle und einfache Methode, um die Kältetherapie auch Zuhause durchzuführen, um so eine Schmerzlinderung zu bewirken.

Wann sollte man keine Kältekammer besuchen?

Schon allein die Tatsache, dass bei den Studien zur Kältekammer nicht jede Person teilnehmen darf zeigt – sie ist für Menschen mit Vorerkrankungen nicht geeignet. Diese Vorerkrankungen können sich durch die Kälte erheblich verschlimmern. Nicht nur Vorerkrankungen können die Nutzung Einschränkungen, selbst beispielsweise Thrombose-Neigungen sind alles andere als ideal bei dieser Behandlungsmethode. Doch woran liegt das? Im Falle der Thrombose ist es ziemlich einleuchtend, denn durch die Kälte in einer Kältekammer wird die Durchblutung im ganzen Körper vermindert. Somit erhöht die Kältekammer das Thromboserisiko erheblich.

Die Kältetherapie ist nicht für Menschen geeignet, die an den folgenden Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Problemen leiden:

  • Menschen mit Durchblutungsstörungen
  • Kreislaufprobleme
  • Atemprobleme
  • Anfälligkeit von Thrombose
  • Empfindlich gegen Kälte Einflüsse
  • Angst in enger Umgebung
  • Fieber und Erkältung
  • Offene Wunden und Verletzungen
  • uvm.

In jedem Fall raten wir vor der Nutzung einer Kältekammer einen Arzt zu konsultieren und sich individuell beraten zu lassen.

Vorteile und Nachteile einer Kältekammer

Die Kältekammer kommt mit einigen Vorteilen und Nachteilen, welche das genau sind möchten wir dir hier genauer erläutern.

Vorteile der Kältekammer:

Hier findest du die gängigsten Vorteile der Kältekammer und der Kältetherapie.

Soll gegen Schmerzen helfen

Eine der größte Vorteil der Kältekammer und der Kältetherapie ist sicherlich die Behandlung von Schmerzen. Die Kälte hat einen großen Effekt auf unser Empfinden von Schmerzen und kann dabei helfen beispielsweise Ganzkörper-Schmerzen in den Griff zu bekommen. Diese Therapie wirkt auf die Entzündungsmediatoren und blockiert die Schmerzsensoren. Der Effekt der Kälte ist so groß, dass selbst Menschen mit Rheuma nach der Therapie eine deutliche Schmerzlinderung verspüren.

Hilft bei diversen Erkrankungen und gesundheitliche Beschwerden

Die Kältekammer wirkt sich besonders entzündungshemmend auf unseren Körper aus, was demnach bei diversen Erkrankungen helfen kann. Beispielsweise Rheuma und Fibromyalgie. Das liegt daran, da die Wirkung Symptom hemmend ist.

Natürliches Mittel

Da bei der Kältekammer lediglich Kälte in einer Box generiert wird, handelt es sich hierbei um ein natürliches Heilmittel. Es werden keine Chemikalien oder künstliches Mittel verwendet. Wer dennoch Wert auf natürliche Heilmittel mit keinerlei negativen Effekt auf die Umwelt setzen möchte, der ist bei der Kältekammer an der richtigen Adresse.

Nachteile der Kältekammer:

Leider hat die Kältekammer nicht nur Vorteile, sodass wir dir hier auch die Kehrseite der Medaille vorstellen wollen.

Kann man nicht schnell Zuhause durchführen

Wenn du eine klassische Kältekammer nutzen möchtest, dann kannst du das nicht Zuhause durchführen. Zudem solltest du das auch nicht ohne Beaufsichtigung eines Experten. Es ist daher keine Methode, die du „mal eben“ in den Alltag implementieren kannst. Hier muss jede Person selber entscheiden, ob sich der Aufwand lohnt für eine 3-minütige Sitzung in einer Kältekammer.

Nur bedingt Studien vorhanden

Leider gibt es aktuell nicht ausreichend Studien, die die Wirksamkeit oder auch den Mangel an Wirksamkeit beurteilen können. Dies ist ein negativer Aspekt und beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit hinter der Kältekammer.

Effekt nach der Therapie

Je nach Anwendung kann es zu Nebenwirkungen nach der Therapie kommen, beispielsweise berichten Patienten von einer starken Müdigkeit oder sogar Heißhungerattacken. Es wird auch von Schüttelfrost berichtet.

Nicht für jede Person geeignet

Wie bereits erwähnt ist die Kältekammer nicht für Jedermann geeignet. Sei es durch diverse Vorerkrankungen oder bestimmte gesundheitliche Beschwerden. Es ist sehr wichtig vor der Anwendung einer Kältekammer oder einer Kältetherapie unbedingt einen Arzt zurate zu ziehen, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern.

Ist die Kältekammer das Richtige für dich?

Wie du siehst, gibt es viele Wege die Kälte zu seinen Gunsten einzusetzen. Sei es durch eine lokale Behandlung von beispielsweise Warzen oder Akne, bis hin zu einer Therapie des ganzen Körpers. Sicherlich ist die Kältekammer nicht für jede Person geeignet, da vor allem die klassische Kältekammer mit einer Temperatur von bis zu Minus 110 Grad großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben kann. Hierbei empfehlen wir dir bei Interesse einen Arzt zu konsultieren, der dich in diesem Bereich berät und dir konkrete Tipps gibt, welche der Kälte-Methoden für dich die Richtige ist.

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