Warum Barfußlaufen deine Gesundheit fördert

Barfuß oder in Schuhen – macht das überhaupt einen Unterschied? Ein einfacher Selbstversuch zeigt dir unmittelbar den Unterschied zwischen Barfußlaufen und dem Gehen in Schuhen. Probiere es einmal aus und beobachte ganz genau, was dein Fuß tut und wie deine Zehen reagieren. Wenn du beispielsweise in Turnschuhen gehst, setzt du zuerst die Ferse auf. Beim Barfußlaufen tust du das nicht. Du wirst zuerst den Vorderfuß auf den Boden setzen. Das hat direkte Auswirkungen auf deinen gesamten Körper. Warum das so ist, wie die Muskulatur vom Fuß ausgehend deine Körperhaltung und das Zusammenspiel von komplexen Bewegungsabläufen beeinflusst und was das mit der Durchblutung zu tun hat, will ich dir gerne erklären.

Warum ist Barfußlaufen gesund?

Dein Körper ist ein großartiges Konstrukt, in dem alles miteinander zusammenhängt. Der Stoffwechsel wird von vielerlei Faktoren beeinflusst, wobei nicht nur die Ernährung, sondern auch Bewegungsabläufe eine große Rolle spielen. Denn die Blutbahnen und das Lymphsystem sind auf Bewegung angewiesen, um richtig zu funktionieren. Außerdem steht der Auf- beziehungsweise Abbau von Knochen und Knorpel in direktem Zusammenhang mit der aktiven Bewegung unseres Körpers. Von der Natur waren für uns zunächst keine Schuhe eingeplant. Der Mensch bewegte sich barfuß über Stock und Stein – denn der Fuß in seinem gesamten Aufbau mit seinen Zehen, Muskeln, Sehnen und Knochen ist für das Laufen ohne Schuhe ausgelegt.

Wie ist der menschliche Fuß aufgebaut?

Dein Fuß besteht aus den Zehen, dem Mittelfuß und der Fußwurzel. Der Mittelfuß wiederum besteht aus Ballen, Sohle, Ferse, Fußrücken und Außenkante. Das Fußgewölbe dient als Puffer, um den Aufprall abzufedern. Der Laufstil des Menschen war stets auf barfuß eingestellt. Wenn du also, wie es für den Menschen aufgrund des Fußaufbaus vorgesehen ist, mit dem Mittelfuß aufsetzt, nutzt du das Längs- und das Quergewölbe des Fußes als Federung. Beim Joggen mit Schuhen beispielsweise wird diese natürliche Federung nicht in dieser Weise genutzt. Denn Schuhe, die aufs Joggen ausgelegt sind, puffern den Stoß an der Ferse. Das ist ein Grund dafür, warum du mit Schuhen generell komplett anders läufst als barfuß.

Warum du mit Schuhen anders läufst

Die Fußmuskulatur wird beim Barfußlaufen anders belastet als beim Laufen mit Schuhen. Speziell Turn- oder Laufschuhe sind so ausgelegt, dass sie starke Belastungen abfedern. Das wird als Vorteil angepriesen, und es mag sein, dass Langstreckenläufer und Sportler im Allgemeinen für bestimmte Laufstile mit gutem Schuhwerk auch gut beraten sind. Jetzt kommt das große ABER: Weil der Schuh die Belastung abfedert und anders verteilt, werden die Muskeln deines Fußes auch anders beansprucht. Und zwar auf eine unnatürliche Weise.
Es gibt auch sogenannte „Barfußschuhe“. Diese Schuhe haben eine sehr dünne Sohle und lassen deinen Zehen genug Freiraum. Sie sind allemal besser für deinen Körper, als Turnschuhe und können im Alltag problemlos getragen werden. Allerdings sind einige Vorteile des Barfußlaufens mit Barfußschuhen nicht gegeben. Denn Barfußschuhe sind eben Schuhe – deshalb bleibt der ganz direkte Kontakt zum Untergrund aus. Aber genau dieser Kontakt macht einige der ganz entscheidenden Vorteile des Barfußlaufens aus:

Welche Vorteile hat Barfußlaufen?

Barfußlaufen bringt viele Vorteile mit sich. Warum sich ein Versuch lohnt, ab und zu ohne Schuhe zu laufen, will ich dir kurz erklären.

Barfußlaufen kräftigt die Fußmuskulatur

Weil du zum Beispiel an Laufschuhe an der Ferse ein weiches Polster unter der Sohle hast, setzt du den Fuß anders auf. Normalerweise würdest du mit dem Vorderfuß aufkommen – was völlig andere Muskeln beansprucht. Diese Muskeln verkümmern mit der Zeit, wenn du nicht regelmäßig deinen Füßen eine Barfuß-Auszeit gönnst. Abgesehen von den Fußmuskeln wird auch die Wadenmuskulatur trainiert. Denn durch die komplett andere Belastung, wenn du beim Barfußlaufen mit dem Vorderfuß aufkommst, wird auch die Wadenmuskulatur anders beansprucht und kann sich noch besser ausbilden. Sogar die Zehen reagieren beim Barfußlaufen anders. Du wirst bemerken, dass sie öfter gefordert sind, wenn du deine ersten Ausflüge ohne Schuhe absolvierst.

Barfußlaufen stimuliert die Sinne

Dein Gehirn muss sehr aufmerksam sein, wenn du barfuß läufst. Denn ohne Schuhe besteht immer die Gefahr, in etwas zu treten, an dem du dich verletzen könntest. Deshalb bist du beim Barfußlaufen geistig viel mehr gefordert. Du spürst genau, ob du über weiches Moos gehst, über spitze Steine oder über Sand. Du spürst, ob der Untergrund warm oder kalt ist, nass oder trocken. Du musst bei nahezu jedem Schritt unbewusst neu bewerten, ob der nächste Schritt mit derselben Kraft und demselben Schwung ausgeführt werden kann, ob du anders belasten solltest oder gar kurz anhalten, um die Situation genau zu bewerten. Das trainiert dein Gehirn und hält dich auf Dauer gesehen geistig fitter.

Barfußlaufen verbessert deine Koordination

Mit der permanenten Stimulation deiner Sinne beim Barfußlaufen geht auch ein besseres Koordinationsvermögen einher. Denn dein Gehirn baut noch mehr neue Verknüpfungen auf und befähigt dich auf lange Sicht, deinen gesamten Körper noch besser im Raum zu fühlen. Dadurch kannst du viel präziser auf Unebenheiten und unsichere Untergründe reagieren. Weiter gedacht kann regelmäßiges Barfußlaufen so auch in Bezug auf Gangunsicherheit und Sturzgefährdung im Alter vorbeugend wirken.

Barfußlaufen fördert die Durchblutung

Zu enge Schuhe können den Fluss von Blut und Lymphe behindern. Dann werden deine Zehen nicht mehr ausreichend versorgt. Beim Barfußlaufen gibst du zum einen deinen Gefäßen genug Raum, zum anderen förderst du durch die richtigen Bewegungen mit dem entsprechenden Laufstil – nämlich der Mehrbelastung des Vorderfußes – die Durchblutung zusätzlich.


Barfußlaufen trainiert deine Bänder

Wie auch deine Muskeln werden beim Barfußlaufen die Bänder in Schuss gehalten. Dabei reicht die Wirkung über den Fuß hinaus. Der gesamte Bewegungsapparat reagiert beim Barfußlaufen anders, und so setzt sich die positive Wirkung über den Fuß und die Beine bis ins Becken und den Rücken fort. Dadurch wird das Fußgelenk stabilisiert und das Risiko, sich zu verletzen, wird geringer.

Barfußlaufen beugt Fehlstellungen vor

Wenn du deine Füße zu oft in schlecht sitzende Schuhe zwängst, kann er Schaden nehmen. Denn so individuell wie die Menschen sind auch ihre Füße. Wenn du breite Füße hast und zu schmale Schuhe trägst, ist das genauso problematisch wie zu weite oder zu große Schuhe. Langfristig leiden nicht nur die Füße an sich, sondern im schlimmsten Fall dein gesamter Körper. Denn sobald deine Füße in einer Fehlstellung unterwegs sind, hat das Einfluss auf deine gesamte Körperhaltung. Es kann passieren, dass du dadurch eine Fehlhaltung entwickelst, die orthopädisch behandelt werden muss. Denn je nachdem, welchen Laufstil du wählst, werden auch Knorpel und Knochen anderen Kräften ausgesetzt. Das kann bei dauerhaft „falschem“ Laufen dazu führen, dass Knorpel auf unnatürliche Weise abnutzen und die Knochen Schaden nehmen. Es kann dadurch zu Entzündungen im Bereich der Gelenke kommen, die sehr unangenehm sind.

Welche Nachteile hat Barfußlaufen?

Bei allen Vorteilen des Barfußlaufens solltest du bedenken, dass ein gewisses Risiko damit verbunden ist. In erster Linie ist das die Verletzungsgefahr. Wenn du direkt auf einem schwierigen Untergrund barfuß läufst oder Dornen oder Scherben auf deinem Weg liegen, kann schnell eine kleine Wunde das Mitbringsel vom Spaziergang sein. Deshalb solltest du unbedingt darauf achten, dass deine Tetanus-Impfung aktuell ist.
Außerdem ist Barfußlaufen nicht empfehlenswert, wenn du Diabetiker bist oder aus anderen Gründen Probleme mit der Wundheilung hast. Auch, wenn du sehr empfindlich auf kalte Füße reagierst, solltest du auf deinen Körper hören. Dir ist nicht geholfen, wenn du dich zum Barfußlaufen auf einem zu kalten Untergrund durchringst, dafür aber am Ende eine Blasenentzündung hast.
Achte auch darauf, dass neben Verletzungen auch Fußpilz oder Hautreaktionen auf bestimmte Pflanzen beim Barfußlaufen auftreten können. Vergewissere dich, ob auf deinem Weg Pflanzen stehen könnten, auf die du mit Ausschlag reagierst. Außerdem können in kleinste und nicht sichtbare Verletzungen Keime eindringen, die im schlimmsten Fall zu Eiterflechte führen können. Pflege deine Füße deshalb nach dem Barfußlaufen stets gut, reinige sie sorgfältig und trockne sie danach gut ab – vor allem auch zwischen den Zehen.
Irritierte Blicke von Passanten sind dir beim Barfußlaufen sicher. Denn speziell, wenn das Wetter nicht besonders schön ist, werden die anderen sich fragen, warum du keine Schuhe trägst. Manchmal hängt das nicht einmal mit dem Wetter zusammen. Auch der Ort kann entscheidend sein. Wenn du zum Beispiel mitten in der Stadt oder im Supermarkt ohne Schuhe aufkreuzt, kann das auf manche merkwürdig wirken. Lass dich nicht entmutigen und gehe selbstbewusst damit um. Du weißt schließlich, warum du das tust und kannst auf Nachfrage jedem die Vorteile des Barfußlaufens erklären.

Wie du dich ans Barfußlaufen gewöhnst

Wenn du noch nicht daran gewöhnt bist, barfuß auf verschiedenen Untergründen zu laufen, fange langsam an. Nimm dir nicht direkt die fünf Kilometer lange Joggingrunde durch den Wald vor. Vielmehr ist es sinnvoll, wenn du kleine Wege im Alltag barfuß erledigst. Hole zum Beispiel die Zeitung barfuß ins Haus, gehe einmal am Tag barfuß durch den Garten oder die Straße auf und ab.
Versuche, dich dabei zu beobachten. Konzentriere dich auf den Untergrund und bewerte, wie er sich für dich anfühlt.
Probiere unterschiedliche Laufstile aus. Gehe erst sehr langsam, dann etwas schneller. Wenn du es dir zutraust, versuche zu joggen. Du wirst schnell feststellen, auf welchem Untergrund du dich wie schnell oder wie vorsichtig fortbewegen kannst.
Versuche, bewusst auf dem Vorderfuß zu laufen. Wenn du mit der Ferse zuerst aufsetzt, wird es wehtun. Bedenke: Im Schuh wird der Stoß gedämpft. Barfuß ist die Ferse zu hart, um beim Laufen mit ihr zuerst aufzusetzen. Du wirst spüren, dass deine Waden beim Laufen über den Vorfuß den Stoß abfangen.


Tipps fürs Barfußlaufen im Alltag

Für alle Fälle kannst du im Alltag einige Tipps beherzigen, damit du auf alle Eventualitäten vorbereitet bist. Vor allem als Anfänger solltest du stets ein Notfallpäckchen bei dir haben, sobald du deine Barfußrunden vergrößerst und nicht mehr innerhalb kürzester Zeit zu Hause sein kannst.
Nimm ein paar leichte Schuhe mit. So kannst du sie im Notfall jederzeit anziehen, wenn du dich beispielsweise überschätzt hast und die Runde ohne Schuhe zu lang gewählt war.
Nimm Desinfektionsmittel und Pflaster mit. Wenn du versehentlich in eine Scherbe oder einen Dorn trittst, kannst du deine Verletzung direkt verbinden, ohne Sorge zu haben, dass Schmutz in die Wunde gelangt.
Nimm dein Mobiltelefon mit oder sage jemandem, welche Strecke du laufen wirst. Falls du dich tatsächlich ernsthafter am Fuß verletzen solltest, kann jemand dich abholen kommen.

Barfuß zu laufen tut dem ganzen Körper gut

Barfußlaufen gehört zu den natürlichsten Dingen der Welt. Wenn du des Öfteren auf Schuhwerk verzichtest, stärkst du deine Muskulatur, verbesserst deine Haltung und deine Durchblutung sowie deine Koordination und deine geistige Fitness. Starte langsam und überfordere dich nicht, gib dir Zeit, dich ans Barfußlaufen zu gewöhnen. Wenn du anfangs auch nur kurze Strecken im Gehen zurücklegst und verschiedene Untergründe testest, kannst du nach einer Weile sogar sehr große Runden in schnellerem Tempo drehen. Bedenke nur, dass du als Diabetiker aufs Barfußlaufen verzichten und deinen Impfschutz gegen Tetanus bei Bedarf auffrischen lassen solltest.

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